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Löwen scheitern an der Freiwurflinie

Schwach an der Freiwurflinie: Zygimantas Janavicius traf keinen seiner drei Versuche. Foto (Archiv): Hübner

Basketball-Bundesliga: In einem Krimi verlieren die Braunschweiger gegen Bonn mit 73:76.

Von Christoph Matthies, 08.10.2017.

Braunschweig. Nach der empfindlichen Schlappe beim FC Bayern München zeigten die Löwen sich am Sonntagabend wieder von ihrer besseren Seite. Dass es im Heimspiel gegen die Baskets Bonn nach einem spannenden Finish doch nur zu einer knappen 73:76-Niederlage reichte, hatte mit Kleinigkeiten zu tun.

Löwen-Center Scott Eatherton hatte eigentlich ein tolles Spiel abgeliefert: 23 Punkte waren eine neue persönliche BBL-Bestleistung, dazu kamen neun Rebounds, drei Steals und zwei Blocks. „Wir haben gut genug gespielt, um das Spiel zu gewinnen. Aber am Ende sind wir an den Freiwürfen gescheitert“, sagte Eatherton nach der Partie in der VW-Halle, in der er sechs seiner neun Freiwürfe vergab. Insgesamt trafen die Löwen nur 11 ihrer 22 „Freebies“ - ganz schwache 50 Prozent. Und auch von der Dreierlinie blieben die Löwen mit 19 Prozent (4/21) blass.

Gerade in knappen Partien rächt sich so eine Nachlässigkeit. Nach zehn Minuten führten die Löwen mit zwei Punkten, zur Halbzeitpause lagen die Gäste, die in Point Guard Josh Mayo (18 Punkte, 4 Rebounds, 4 Assists) ihren besten Mann hatten, mit 40:39 in Führung.

Eben dieser Mayo war es, der den Rheinländern half, sich nach der Pause zunächst auf 53:47 abzusetzen. Doch die Löwen blieben dran, auch, weil sie dem Gegner insgesamt elfmal den Ball stibitzten, was sie nicht selten in Punkte ummünzen konnten. So blieb die Partie, in der die Führung insgesamt 15-mal hin und her wechselte, bis zum Ende eng.

Bei einer 73:72-Führung 43 Sekunden vor dem Ende spielte Löwen-Guard einen verhängnisvollen Pass, der nicht bei Center Scott Eatherton, sondern beim Gegner landete. Im folgenden Angriff vergab Mayo zwar einen Dreier, die zweite Chance nach Offensivrebound konnte Yorman Polas Bartolo aber zum 73:74 verwerten. Wenige Sekunden vor Schluss wurde Eatherton dann unterm Korb geblockt, im Fastbreak traf erneut Bartolo (73:76). Der letzte Not-Dreier von DeAndre Lansdowne (16 Punkte), der wie schon gegen Bremerhaven erneut ein gutes Spiel zeigte, landete nur am Ring. Die elf vergebenen Punkte an der Freiwurflinie hätten die Löwen jetzt gut gebrauchen können.

Für die Löwen punkteten: Eatherton 23 (9 Rebounds), Lansdowne 16 (7 Rebounds), Bradley 10, Schwartz 7, Klepeisz 6 (5 Assists), Koné 5 (7 Assists), Janavicius 4 (5 Assists), Morse 2, Figge.
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