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Löwen reisen erneut in den Südwesten

Spannendes Duell: Kenny Frease gegen Ulms Topscorer Raymar Morgan (23 Punkte). Foto: Eibner

Basketball-Bundesliga: Ein Sieg am Samstag in Ludwigsburg würde die 67:76 -Niederlage in Ulm fast vergessen machen.

Von Christoph Matthies, 26.01.2016.

Braunschweig. Wie schon im Heimspiel Ende Dezember, mussten sich die Löwen-Basketballer auch im Rückspiel in Ulm nach einem lange Zeit ausgeglichenen Spiel am Ende noch recht deutlich geschlagen geben. Am Samstagabend hieß es nach 40 Minuten in der mit 6200 Zuschauern ausverkauften Ratiopharm-Arena 76:67 (35:37) für die Gastgeber.

„Wir sind zusammengefallen wie ein Sandkuchen“, beschrieb Löwen-Headcoach Raoul Korner den Zustand seines Teams in der Schlussphase, als fast nichts mehr ging. „Wir waren in dieser Phase zu hektisch, haben keine Rebounds mehr geholt, keine Stops erzielt und keine Freiwürfe mehr getroffen.“

Mit 26:12 ging das Schlussviertel an die Ulmer. Da half auch die Fünf-Punkte-Führung wenig, die ein im dritten Viertel überragender Keaton Grant (zwölf Punkte, 19 insgesamt) nach dreißig Minuten für die Löwen herausgespielt hatte. Und auch der starke Auftritt von Kenny Frease, der mit 13 Punkten und zwölf Rebounds sein zweites Double-Double der Saison auflegte, blieb unbelohnt.

Durch die Niederlage sind die Löwen auf den zehnten Tabellenplatz zurückgefallen. Der achte und letzte Playoff-Platz, auf den die Braunschweiger weiterhin ein Auge geworfen haben, wird von den Ulmern besetzt, die einen Sieg mehr und den direkten Vergleich gewonnen haben. Am nächsten Spieltag könnte das Korner-Team jedoch Boden gutmachen: Mit Hagen und Ulm treffen die beiden direkt vor den Löwen platzierten Klubs aufeinander – einer wird also Federn lassen.

Im Reich der Riesen

Um den Playoffs wieder näherzukommen, müssen die Braunschweiger aber vor allem ihre eigenen Spiele gewinnen. Und das wird am Samstag (18.30 Uhr) schwer genug, treten Derek Needham und Co. doch bei den starken Riesen in Ludwigsburg an. Ein Gegner, der als Tabellensechster zwei Siege mehr auf dem Konto hat und dem Korner ohne Weiteres zutraut, in dieser Saison das Halbfinale der Bundesliga-Playoffs zu erreichen.

Das Hinspiel gegen das Ex-Team von Löwen- und BBL-Topscorer Keaton Grant haben Mannschaft und Fans noch in lebhafter, wenn auch unguter Erinnerung. Mit einer 14-Punkte-Führung waren die Löwen ins Schlussviertel gegangen, ehe die Ludwigsburger eine furiose Aufholjagd starteten, die ein eiskalter Dreier von Mustafa Shakur zum 92:92 vier Sekunden vor Schluss krönte. In der folgenden Verlängerung waren die Gastgeber dann ohne Chance.

Zumindest Shakur, der mit einer gebrochenen Hand ausfällt, müssen die Löwen am Samstag nicht fürchten. Genug Qualität hat Coach John Patrick allerdings immer noch in seinen Reihen, darunter mit Jon Brockman den vielleicht besten Center der Liga.
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