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„Löwen” jubeln ausgelassen

Zweikampf: Eintrachts Boland (l.) gegen Polak (VfL). Foto: SH
 
Braunschweiger Torjubel: Domi Kumbela wird von seinen Mitspielern (v.l.) Ken Reichel, Deniz Dogan und Mirko Boland fast erdrückt nach seinem Treffer zum 2:0. Foto: Agentur Hübner

1. Fußball-Bundesliga: Eintracht siegt 2:0 beim VfL Wolfsburg – Tore von Bellarabi und Kumbela.

Von Elmar von Cramon, 06.10.2013.

Wolfsburg. Wäre die Geschichte zur gestrigen Fußball-Erstligapartie zwischen dem VfL und Eintracht der Feder eines Drehbuchautors entsprungen, hätte sich dieser sicherlich Oscar-verdächtig gemacht: Mit 2:0 (1:0) besiegte der Braunschweiger „David” in einer spannenden und abwechslungsreichen Partie den Wolfsburger „Goliath“.

Vor dem Spiel hatte nur wenig auf einen Braunschweiger Erfolg hingedeutet, der durch die Tore von Karim Bellarabi und Domi Kumbela für die vor allem kämpferisch überlegenen Braunschweiger in jeglicher Hinsicht hochverdient war.
Vor der imposanten Kulisse von 30 000 Zuschauern versuchte sich der VfL von Beginn an in der Hälfte der Braunschweiger festzusetzen, was zunächst auch gut gelang und die blau-gelbe Defensive ordentlich beschäftigte: Ivica Olic, der per Kopf über das Tor zielte (8.) und anschließend das Außennetz traf (11.) beschwor das erste Mal Gefahr im blau-gelben Strafraum herauf. Im weiteren Verlauf wurden die Wölfe immer druckvoller und hatten durch Marcel Schäfer, der an Daniel Davari scheiterte (21.) und Naldo, dessen Kopfball über das Tor flog (22.) weitere Gelegenheiten.
Nach rund 25 Minuten wendete sich jedoch das Blatt, da es Eintracht zunehmend besser gelang, sich aus der Defensive zu befreien und zu kontern. Ein blitzsauberer Spielzug führte dann sogar zur Führung: Mirko Boland lief nach einem Klasse-Zuspiel von Orhan Ademi völlig frei auf das VfL-Tor zu, behielt die Übersicht und legte auf Karim Bellarabi quer, der ins leere Tor verwandelte. Bis zur Halbzeitpause konnten sich die Löwen dann weiterhin schadlos halten und vor allem durch eine äußerst konzentrierte Abwehrleistung überzeugen.
Im zweiten Durchgang schien der VfL dann endlich auf vollen Touren agieren zu wollen, zog aber gegen die kampf- und einsatzfreudigen Braunschweiger immer wieder den Kürzeren und lief in gefährliche Konter: So hatte der VfL Glück, dass Marco Caligiuri den besser postierten Bellarabi übersah (53.), Ademi nach einem flachen Zuspiel des Torschützen im Fünfmeterraum nicht an den Ball kam (57.) und Bellarabi nach Zuspiel von Boland über das Tor zielte (58.).
Die Wolfsburger zeigten sich hingegen wenig einfallsreich: Die Distanzversuche von Diego (61./drüber) und Ivan Perisic (66./gehalten) waren harmlos, eine gefährliche Flanke von Koo wurde durch Omar Elabdellaoui entschärft (63.). Immer wieder verzettelten sich die Wolfsburger in der exzellent agierenden blau-gelben Defensivreihe, während Eintracht durch Caligiuri (69.) eine weitere Konterchance vergab.
Schließlich gelang den Löwen aber doch der zweite Treffer: Bellarabi eroberte in der Spielfeldmitte den Ball und schickte Caligiuri am rechten Flügel auf die Reise; dessen flaches Zuspiel nahm der eingewechselte Domi Kumbela im Stile eines Torjägers seelenruhig an und schob überlegt zur Vorentscheidung ein.
Kurz vor Schluss hätte eine Kombination zwischen dem eingewechselten Dennis Kruppke und Bellarabi fast noch den dritten Eintracht-Treffer gebracht (88.), während die Grün-Weißen in der Schlussminute mit einem Freistoß von Ricardo Rodriguez eine Chance auf den Anschlusstreffer vergaben. Letztlich jubelten die Blau-Gelben nach dem Schlusspfiff ausgelassen über einen in jeder Hinsicht hochverdienten Sieg im Nachbarschaftsduell.
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