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Löwen holen den zweiten Saisonsieg

Amin Stevens (am Ball) wurde in Bremen mit 18 Punkten Topscorer. Foto (Archiv): T.A.

Basketball-Bundesliga: Braunschweig dominiert beim 78:63 gegen die Eisbären drei Viertel lang.

Von Christoph Matthies, 24.10.2015.

Braunschweig. Mit 78:63 (40:24) bezwangen die Löwen-Basketballer am Samstagabend den Tabellennachbarn aus Bremerhaven. Vor 6200 Zuschauern in Bremen bewiesen Topscorer Amin Stevens und Co., dass sie auch gewinnen können, wenn Aufbau-Ass Derek Needham einen gebrauchten Tag erwischt.

Löwen-Trainer Raoul Korner dürfte gefallen haben, was seine Mannen im ersten Viertel ablieferten. Und das, obwohl sein Aufbauspieler Derek Needham bereits nach 30 Sekunden sein zweites Foul bekam und recht bald auf die Bank beordert wurde. Offensiv lief es nicht besonders, doch den eigenen Korb verteidigten die Löwen umso besser. Mit einer 15:10-Führung endeten die ersten zehn Minuten.

Vier Spiele lang hatten die Eisbären-Fans auf den ersten Einsatz des ehemaligen NBA-Stars Tyrus Thomas gewartet, nach vier Minuten war es am Samstagabend endlich so weit. Ganz fit und integriert wirkte der einstige Forward der Chicago Bulls und Charlotte Bobcats nicht, und doch sorgte er zwei Minuten vor seiner Einwechslung für eine der schönsten Defensivaktionen des Spiels: Einen kleinen Hakenwurf von Löwen-Center Kenny Frease pflückte Thomas in bester NBA-Manier hinunter – nah am Goaltending zwar, aber die Pfeifen der Schiedsrichter blieben stumm.

Während Thomas insgesamt aber blass blieb, wurden die Löwen noch stärker. Die Gastgeber trafen schlecht und wirkten hinten leidenschaftslos. Mit einem Dreier besorgte der wieder mal gut aufgelegte Josh Gasser nach 13 Minuten die erste zweistellige Löwen-Führung (23:12). Mitte des zweiten Viertels blühte dann Amin Stevens auf, der bis zum 30:16 sieben Punkte in Serie erzielte. Der für den nun mit drei Fouls erneut auf der Bank sitzenden Needham machte Aufbau-Reservist Martin Bogdanov seine Sache ordentlich. Den Schlussakkord einer tollen ersten Halbzeit, in der die Löwen nur zweimal den Ball verloren, setzte Tyrone Nash mit einem Dreier zum 40:24. „Man muss den Hut ziehen vor der Teamleistung der Braunschweiger“, sagte der verletzte Eisbär Philipp Zwiener in der Halbzeitpause voller Hochachtung für die Leistung des Korner-Teams.

Nach der Pause das gleiche Bild. Braunschweig konzentriert und mit tollem Teamplay, Bremerhaven schwach und ohne Rezept gegen die gute Löwen-Verteidigung. So wuchs die Führung, an der nun auch Kapitän Nico Simon mit sechs Punkten mitarbeitete. Hätte Bremerhavens Brandyn Curry in dieser Phase nicht sein Händchen aus der Distanz wiedergefunden, die Eisbären wären noch weiter abgeschlagen als mit dem 37:62 ins Schlussviertel gegangen.

„Ich bin froh über den Sieg, aber ich denke, dass das unsere schwächste Partie bisher war“, sagte Löwen-Coach Korner nach der Partie. So verschnupft nach einer 25-Punkte-Führung nach 30 Minuten? Korners Ärger hatte vor allem mit dem Schlussviertel zu tun, in dem die Gäste kaum mehr taten, als die Führung irgendwie über die Zeit zu retten. Näher als bis auf elf Zähler kamen die Eisbären, bei denen besonders Shooting Guard Kyle Fogg mit nur fünf Punkten enttäuschte, aber nicht mehr an die Löwen heran.

Für die Löwen punkteten: Stevens 18, Nash 12, Gasser 12, Grant 11, Simon 10, Needham 7, Frease 6, Theis 2.
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