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Löwen gewinnen und wissen zu unterhalten

Mit 31 Punkten wieder einmal bockstark: Derek Needham (rechts). Foto (Archiv): Ammerpohl

Basketball-Bundesliga: Im vorletzten Saisonspiel siegen die Braunschweiger mit 96:88 gegen Bayreuth.

Von Christoph Matthies, 29.04.2016.

Braunschweig.
Ein munteres Basketballspiel sahen die 2273 Zuschauer am Freitagabend in der VW-Halle, als die Löwen den Gast aus Bayreuth mit 96:88 (51:40) bezwangen. Am Sonntag (17 Uhr) findet an gleicher Stelle gegen Bonn das letzte Löwen-Spiel der Saison statt.

So mancher Löwen-Fan verließ die Halle am Europaplatz sicher etwas wehmütig. So sehr hatte ihm das Braunschweiger Team vor Augen geführt, warum es in dieser Saison lange Zeit richtig viel Spaß gemacht hatte. Keaton Grant (25 Punkte) schoss – und traf! – aus allen Rohren, als hätte es seine Krise der vergangenen Monate nie gegeben. Center Kenny Frease (17 Punkte) wühlte unterm Korb und blockte gegnerische Würfe, während Tyrone Nash weitgehend unauffällig blieb und doch irgendwie alles machte. Und Derek Needham (31 Punkte)? Der war einmal mehr die „Maschine“, von der Trainer Raoul Korner seit Saisonbeginn immer wieder gesprochen hatte.

Das Löwen-Team, das es mit diesen Spielern und diesem Trainer in der kommenden Saison nicht mehr geben wird, zeigte sich also von seiner besten Seite – lange Zeit zumindest. Schon zur Halbzeit führte der Gastgeber mit 51:40, angetrieben von Keaton Grant (zur Pause 18 Punkte), der wie in besten Hinrunden-Zeiten eine allstar-reife Leistung abrief.

Nach dem Seitenwechsel drehte dann Derek Needham auf – und die Zuschauer fast durch, als der nimmermüde Scharfschütze in 80 Sekunden drei Distanzwürfe versenkte (23. Minute, 60:44). Bis auf 18 Punkte wuchs die Löwen-Führung an – dann bekam Needham, der in sieben Minuten nach der Pause satte 14 Punkte erzielt hatte, eine Verschnaufpause. Die Bayreuther nutzten das zur Aufholjagd.

Rund 13 Minuten nach der höchsten Löwen-Führung lagen die Gäste aus Bayreuth, wahrscheinlich das zukünftige Team von Löwen-Trainer Raoul Korner, plötzlich mit 79:78 vorne. „Als wir so hoch in Führung gegangen sind, haben wir den Fokus verloren“, sagte Korner hinterher. Und sprach seinem aktuellen Team doch ein Kompliment aus, wie es sich „bei minus eins, als nicht mehr viel zusammen ging“, am eigenen Schopf aus dem Sumpf zog.

Es war – wer sonst? – das starke Guard-Tandem aus Derek Needham und Keaton Grant, das die Löwen nun wieder in Führung schoss. Den Schlusspunkt für die Gastgeber setzte Amin Stevens, als er 14 Sekunden vor Schluss hinten blockte und vorne stopfte. Das Ende eines unterhaltsamen, wenn vielleicht auch etwas wehmütigen Basketballabends.

Für die Löwen punkteten: Needham 31, Grant 25, Frease 17, Stevens 7, Simon 6, Nash 4, Anderson 4, Theis 2.
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