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Löwen gelingt der dritte Sieg in Serie

Besonders im Schlussviertel wichtig für seine Löwen: Tim Abromaitis (17 Punkte). Foto (Archiv): Ammerpohl

Basketball-Bundesliga: Das Niedersachsenderby gegen Oldenburg geht mit 80:71 an den Gastgeber.

Von Christoph Matthies, 19.01.2015.

Braunschweig. Nach durchwachsenem Saisonstart haben die Löwen-Basketballer derzeit endlich den ersehnten Lauf. Mit einer starken Teamleistung, bei der zwei Spieler hervorstachen, gelang am Sonntagabend ein 80:71 (44:42)-Heimerfolg gegen den Playoff-Aspiranten aus Oldenburg. Die Braunschweiger rückten durch den dritten Sieg in Folge auf Platz zehn der Bundesliga-Tabelle vor.

Diesen Geburtstag hätte sich Gästetrainer Sebastian Machowski, der von 2009 bis 2012 die Braunschweiger trainiert hatte, sicher anders gewünscht. „Ich wurde vor dem Spiel mit einer Torte reich beschenkt“, erzählte der Basketball-Lehrer, der am Sonntag 43 Jahre alt wurde, nach der Partie. „Mit mehr Geschenken habe ich hier heute nicht gerechnet.“

Dass die dezimierten Löwen – Trent Lockett und Lucas Gertz fehlten mit Bänderverletzungen – zum Rückrundenstart tatsächlich nicht vorhatten, den favorisierten Oldenburgern den Sieg auf einem Silbertablett zu servieren, zeigten sie bereits im ersten Viertel. Ohne einen einzigen Ballverlust entschieden sie die zehn Anfangsminuten mit 25:20 für sich, nachdem sie zwischenzeitlich mit 10:18 zurückgelegen hatten. Am Ende des Viertels hatte der glänzend aufgelegte Dru Joyce bereits fünfmal seine Mitspieler zum Korberfolg gefunden, Oldenburg blieb vor allem durch seinen NBA-Import Casper Ware (bis dahin neun Punkte) im Spiel.

Im zweiten Viertel gab es dann doch ein paar Geschenke für die Gäste: Insgesamt acht Ballverluste unterliefen den Löwen in dieser Phase, Offensivfouls oder zu riskante Pässe spielten dem Machowski-Team in die Karten. Sehenswert war es trotzdem, was die Braunschweiger zeigten. Besonders Point Guard Dru Joyce, der gegen seinen Ex-Klub zeigte, zu welchen Leistungen er fähig ist, riss die 4039 Fans in der Volkswagenhalle mit präzisen langen Fastbreak-Anspielen auf Derrick Allen und Immanuel McElroy von den Sitzen.

Neben Joyce und dem konzentriert zu Werke gehenden Immanuel McElroy war es Power Forward Derrick Allen, der von Löwen-Headcoach Raoul Korner nach der Partie ein Sonderlob erhielt. „Derrick hat an beiden Enden des Spielfeldes unglaublich geackert“, attestierte der österreichische Trainer dem 34-jährigen Routinier, der zu Saisonbeginn nur wenig helfen konnte, am Sonntag mit 25 Punkten von der Bank kommend aber seine beste Partie ablieferte. Oft zur richtigen Zeit am richtigen Ort, dazu mit einem sicheren Mitteldistanzwurf, auch aus der Drehung, der vom Gegner kaum zu verteidigen war: So gelang es Allen, für Center Kyle Visser, der wie schon im Hinspiel gegen Oldenburgs Adam Chubb schnell in Foulprobleme geriet, in die Bresche zu springen.

Mit einer Vier-Punkte-Führung gingen die Löwen ins Schlussviertel. Nun war es zunächst Tim Abromaitis, der bis dahin nicht an seine überragende Leistung aus dem Artland-Spiel anknüpfen konnte, der Verantwortung übernahm. Zu Viertelbeginn hielt der Amerikaner die Gäste mit sieben Punkten in Folge auf Abstand hielt. Der befürchtete Schlusspurt des Tabellenvierten blieb aus, während der Löwen-Anhang, mit gelben Gratis-Shirts ausgestattet, allmählich die Siegchance witterte und sich bereits fünf Minuten vor Spielende mit lauten „Defense“-Rufen geschlossen von den Sitzen erhob. „Die Braunschweiger haben dem Spiel heute mehr ihren Stempel aufgedruckt“, bilanzierte Sebastian Machowski nach der Partie – die Geburtstagstorte durfte der Trainer mit an die Hunte nehmen, die zwei Punkte für den Sieger blieben an der Oker.

Für die Löwen punkteten: Allen 25, Abromaitis 17, Joyce 12 (12 Assists), McElroy 11, Visser 7, Adler 6, Simon 2.
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