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Löwen fallen am Ende auseinander

Auch in dieser Szene wurde Keaton Grant (links) von seinem Gegenspieler Rickey Paulding exzellent verteidigt. Foto: Ammerpohl

Basketball-Bundesliga: Im Derby gegen Oldenburg setzt es eine herbe 58:76-Packung.

Von Christoph Matthies, 28.03.2016.

Braunschweig.
Lange Zeit sah es am Montagabend in der VW-Halle so aus, als könnten die Löwen-Basketballer dem Tabellendritten aus Oldenburg einen guten Kampf liefern. Weil die Gastgeber im Schlussviertel auseinanderfielen und ihr Topscorer Keaton Grant erneut einen gebrauchten Tag erwischte, wurde es am Ende mit 58:76 (24:31) aber doch deutlich.

Wie so oft legte Braunschweigs „Wühlbüffel“ richtig gut los: An den ersten sieben Punkten seines Teams war Kenny Frease beteiligt, entweder an der Freiwurflinie, per Hakenwurf oder weil er Derek Needham an der Dreierlinie per „Hand-off“ klug in Szene setzte (4. Minute, 7:7). Bei Oldenburg gab Chris Kramer, im Hinspiel Topscorer mit 24 Punkten, das Tempo vor und setzte seine Mitspieler gut ein. Nach dem ersten Viertel, in dem beide Teams viel liegen gelassen hatten, stand es 13:16 aus Sicht des Heimteams.

In den zweiten zehn Minuten blieben die Löwen zunächst auf Tuchfühlung, einen ersten Lauf der Gäste konterten Derek Needham (Löwen-Topscorer mit 16 Punkten), Jermaine Anderson und Lucas Gertz (23:25). Center Brian Qvale und Ex-NBA-Mann Scott Machado erhöhten aber wieder für die „Donnervögel“ aus dem Norden. Zur Pause lagen die Oldenburger mit sieben Zählern vor. Keaton Grant, eigentlich bester Offensivspieler der Löwen, war von seinem Gegenüber Rickey Paulding bis dahin komplett abgemeldet worden (null Punkte).

„Wir haben drei Viertel lang gekämpft und uns die Würfe erarbeitet, die wir wollten. Aber wir haben den Korb nicht getroffen“, resümierte Löwen-Trainer Raoul Korner nach der Begegnung. Rund 80 Sekunden nach dem Seitenwechsel sah Korner den ersten verwandelten Dreier von Grant – sein 27:31 ließ die Löwen-Fans unter den 3136 Zuschauern hoffen, dass der begabte Offensivmann nun seinen Rhythmus finden würde. Doch weit gefehlt, es sollten Grants einzige Punkte bleiben. Und Korner bestätigte nach der Partie, dass der Amerikaner in einer tiefen Krise steckt, aus der er schleunigst einen Ausweg finden müsse.

Bei den Oldenburgern drehte nach der Pause Scott Machado auf. Der Guard, der schon für die Houston Rockets und die Golden State Warriors auf Korbjagd ging, fing Ende des dritten Viertels Feuer und nahm sein heißes Wurfhändchen mit in den Schlussabschnitt. Als er gut fünf Minuten vor dem Ende seinen vierten Dreier (bei vier Versuchen!) versenkte, stand es bereits 64:48 für die Gäste – eine Führung, die sich die Oldenburger nicht mehr nehmen ließen. „Im vierten Viertel ist bei uns komplett der Faden gerissen“, erklärte Korner die acht Ballverluste im Schlussabschnitt hinterher.
Durch die Niederlage im Derby bleiben die Löwen Tabellenzehnter und zwei Siege hinter einem Playoff-Rang.

Für die Löwen punkteten: Needham 16, Frease 9, Stevens 8, Nash 8, Gertz 4, Anderson 4, Grant 3, Simon 3, Amaize 3.
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