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Löwen erobern Playoff-Platz zurück

Dru Joyce (22 Punkte) brachte die Defense der Skyliners so manches Mal arg in die Bredouille. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Braunschweig setzt sich in der VW-Halle mit 86:76 gegen Frankfurt durch

Von Christoph Matthies, 12.04.2015.

Braunschweig. In einer Partie, die lange Zeit durch hohe Intensität begeisterte, konnten die Löwen-Basketballer einen wichtigen Schritt in Richtung Meisterrunde machen. Mit 86:76 (43:36) wurden die Gäste aus Frankfurt am Ende in die Schranken gewiesen.

„Beide Teams waren sich der Tatsache bewusst, dass es um die Playoffs geht“, konstatierte Flügel Cornelius Adler nach dem überzeugenden Sieg seiner Löwen gegen die Skyliners – und lobte die Intensität der Begegnung: „Das war fast schon ein Playoff-Spiel.“

Kaum Playoff-reif war allerdings die Kulisse, lediglich 2558 kamen am Sonntagabend an den Europaplatz, um den Braunschweiger Bundesligisten anzufeuern. Für eine Partie mit dieser Relevanz eigentlich zu wenig. Die Zuschauer, die vor Ort waren, machten dafür vor allem im Schlussviertel aber richtig Lärm. Sie waren offensichtlich zufrieden mit der Leistung ihrer Löwen, die zu Beginn des zweiten Viertels allmählich die Kontrolle über die Partie übernahmen und die Führung schon bald nicht mehr hergaben.

Erneut zeigte Dru Joyce, warum er zu den besseren Aufbauspielern der BBL gezählt werden muss. Der Veteran traf nicht nur einen frechen Dreier zum 43:36-Pausenstand, sondern kam auch immer wieder an die Freiwurflinie (9/11 Treffer) und schlug die Defense der Hessen mit seiner gefährlichsten Waffe: dem „Floater“, den er so sicher trifft wie kaum ein anderer Guard in der höchsten deutschen Spielklasse. „Ich glaube, er hat in dieser Saison einen weiteren Schritt nach vorne gemacht“, ließ Skyliners-Coach Gordon Herbert hinterher im Smalltalk mit Raoul Korner durchblicken, dass auch er gerne einen Dru Joyce (22 Punkte, 5 Assists) in seinen Reihen hätte.

Nach der Pause behielten die Löwen den Fokus, Tim Abromaitis, Topscorer der Löwen in dieser Saison und am Sonntag mit 21 Zählern zweitbester Punktesammler, traf in den ersten sieben Minuten des dritten Viertels zwei Dreier und vollendete zudem ein Dreipunktespiel. Auch Trent Lockett kam nach der Pause besser in Schwung, sein beidhändiger Slam Dunk in der 26. Minute zum 57:45 – nach schönem Pass von Dru Joyce – war vermutlich die schönste Szene der Partie. Obwohl, da gab es ja noch Kyle Visser: Gedeckt von zwei Verteidigern und mit ablaufender Wurfuhr schoss der Center aus der Drehung und im Zurückfallen aus der Halbdistanz – und traf den schwierigen Wurf, der eigentlich nicht in seinem Repertoire zu finden ist. So mancher Zuschauer fragte sich, ob Kyle in Zukunft nur noch Dirk genannt werden sollte.

Wenn solche Würfe fallen, dann klappt es auch mit Siegen. Doch auch auf der anderen Seite des Feldes stimmte es bei den Löwen. „Wir haben im Rebound unseren Mann gestanden“, sagte Löwen-Coach Raoul hinterher, „und wir waren defensiv sehr präsent.“ Sein Gegenüber Gordon Herbert drückte es drastischer aus: „Zeitweise haben hier Männer gegen Jungs gespielt.“

Durch ihren doppelten Punktgewinn und die gleichzeitige Niederlage der Göttinger gegen Crailsheim haben die Löwen den achten Tabellenplatz zurückerobert. Am kommenden Freitag (20 Uhr) spielen die Braunschweiger in Ludwigsburg, bei einem weiteren direkten Konkurrenten um die Playoff-Teilnahme.

Für die Löwen punkteten: Joyce 22 (5 Assists), Abromaitis 21, Lockett 12, Visser 12 (8 Rebounds), Allen 6, Simon 5, McElroy 4, Pluskota 4.
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