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Löwen dominieren in eigener Gewichtsklasse

Im Gewusel unter dem Korb fühlt sich Amin Stevens (Mitte) richtig wohl. An seine 18 Punkte in Bremen wird der Power Forward am Samstag in Oldenburg anknüpfen wollen. Foto (Archiv): T.A.

Basketball-Bundesliga: Nach Sieg in Bremen ist Braunschweig Zehnter.

Von Christoph Matthies, 27.10.2015.

Braunschweig. Nach dem 78:63 (40:24)-Auswärtssieg bei den Eisbären Bremerhaven sind die Löwen-Basketballer in der Bundesliga-Tabelle auf Platz zehn geklettert. Damit hat das Team von Cheftrainer Raoul Korner nach fünf Spieltagen zwei Siege auf der Habenseite und schielt bereits wieder auf die Playoff-Ränge.

Mit einem Heimsieg gegen Ludwigsburg, der vor zwei Wochen in den Schlussminuten fahrlässig verschenkt wurde, würden die Braunschweiger noch besser dastehen. Doch die Niederlagen gegen Bamberg, Berlin und die Schwaben sind allesamt zu verschmerzen, wenn man bedenkt, dass es sich dabei um Klubs handelt, die einen deutlich höheren Etat als die Löwen zur Verfügung haben und im Frühjahr sehr wahrscheinlich in den Playoffs um den Titel kämpfen werden.

Was zuversichtlich macht, dass dort nach 34 Spieltagen auch die Löwen spielen könnten, sind die Auswärtsauftritte gegen Bayreuth und Bremerhaven, zwei Teams, sie sich finanziell auf ähnlichem Niveau bewegen. Beide Gegner wurden dominiert, Bayreuth am Ende mit 40 Punkten Differenz aus der Halle gefegt, Bremerhaven lag vor dem Schlussviertel mit 25 Zählern zurück. Wie schon im Vorjahr scheint Korner ein gutes Händchen bei der Wahl seiner Importspieler bewiesen zu haben. Und zwar nicht nur bei Derek Needham und Keaton Grant, die beide in den Top-Ten der besten BBL-Scorer zu finden sind.

Gerade der in der Vorbereitung schwache Josh Gasser, den mancher Beobachter schon nach der Saisonpremiere gegen Bamberg am liebsten in die USA zurückschicken wollte, hat sich gefangen und zu einem Leistungsträger entwickelt. Dreimal punktete der Guard zweistellig (zuletzt zwölf Punkte gegen die Eisbären), seine Dreier trifft er mit einer bockstarken Quote von 54 Prozent, und auch in der gut funktionierenden Team-Defense ist er ein wichtiger Puzzle-Stein. An der Freiwurflinie ist Gasser nach 18 Versuchen sogar noch ohne Makel.

Die wichtigste Erkenntnis aus dem Bremerhaven-Spiel ist wohl, dass die Löwen auch gewinnen können, wenn Needham (7 Punkte, 0/5 FG) einen gebrauchten Tag hat. Und zwar deshalb, weil aus Korners Kollektiv immer wieder andere herausstechen können. In Bremen war das Amin Stevens: Der Forward, in der Preseason oft Löwen-Topscorer, ist mit 18 Punkten, sieben Rebounds und vier Blocks nun endlich auch in der BBL angekommen.
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