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Löwen bleiben in eigener Halle sieglos

Dyshawn Pierre erwischte mit 23 Punkten und 13 Rebounds einen starken Tag. Leider reichte das nicht für die nach der Halbzeit schwachen Löwen. Foto (Archiv): Ammerpohl

Basketball-Bundesliga: Gegen punktgleiche Jenaer verlieren die Braunschweiger mit 86:97.

Von Christoph Matthies, 19.11.2016.

Braunschweig. Nach dem überraschenden Auswärtserfolg in Bonn wollten die Löwen-Basketballer den Schwung mitnehmen, um gegen den Tabellennachbarn aus Jena den ersten Heimsieg einzufahren. Dieses Vorhaben gelang eine Halbzeit lang, bis die Thüringer nach der Pause einen Gang höher schalteten und am Ende deutlich mit 97:86 (42:46) gewannen.

Das Center-Duell Geoffrey Groselle gegen Braunschweig-Rückkehrer Kenny Frease (8 Punkte) versprach viel Spannung – und vielleicht auch einen Vorteil für die Braunschweiger. Doch es kam anders: Groselle, der gegen Bonn noch mit 28 Punkten geglänzt hatte, glückte in der gesamten Partie nur ein Pünktchen an der Freiwurflinie und wurde von der Gäste-Verteidigung komplett abgemeldet.

Unauffällig bis ganz schwach präsentierte sich aber auch Jenas Marcos Knight lange Zeit. Der Aufbauspieler, bester Punktesammler der BBL, brauchte 18 Minuten, bis er seinen ersten Korb erzielte. „Braunschweig hat Marcos Knight in der ersten Halbzeit sehr gut verteidigt“, befand denn auch Gäste-Coach Björn Harmsen. Dass der bullige Knight auf Dauer nicht zu stoppen ist, zeigte er in Halbzeit zwei, als er schließlich doch wieder auf seinen Saisonschnitt von 21 Punkten kam.

Die 2214 Zuschauer in der VW-Halle hatten in der ersten Hälfte ein Löwen-Team gesehen, dem die Gäste zu liegen schienen. Offensiv getragen von Dyshawn Pierre (14 Punkte) und Carlos Medlock (13) spielten sie sich zur Pause eine Vier-Punkt-Führung heraus. Und 46 Zähler nach 20 Minuten waren eine durchaus ordentliche Ausbeute.

Nach dem Seitenwechsel ging dann aber gar nichts mehr bei den Gastgebern. Die Jenaer machten das Spiel nun schneller, auch der Druck auf den ballführenden Braunschweiger wurde noch größer. Mit einer 10:0-Serie drehte das Harmsen-Team so die Führung, nach 22 Minuten traf Marcos Knight einen sehenswerten Alley-Oop-Layup zum 52:46 für die Gäste.In den letzten Minuten des dritten Viertels liefen die Gäste zudem von außen heiß. Einer der Hauptverantwortlichen für den deutlichen 59:75-Pausenrückstand war BBL-Routinier Julius Jenkins (23 Punkte), der einmal mehr seine Qualitäten aus der Distanz unter Beweis stellte.

„Ich kann mir nicht erklären, warum wir heute so gespielt haben“, sagte der enttäuschte Löwen-Trainer Frank Menz nach der Partie. Bis auf 22 Punkte (81:59) wuchs die Führung der Jenaer an, als der ebenfalls starke Ex-Braunschweiger Immanuel McElroy (17 Punkte) acht Minuten vor Schluss einen seiner drei Dreier traf. Einer ganz starken Schlussphase von Carlton Guyton, der im letzten Viertel 14 Punkte erzielte, war es zu verdanken, dass die Löwen am Ende „nur“ mit elf Zählern unterlegen waren. „Jena war heute schlagbar“, ärgerte sich Menz. Mit einem indisponierten Groselle und einem dritten Viertel, das mit 33:13 an den Gegner gegangen war, hatte man sich den Weg zum möglichen Sieg aber selbst versperrt.

Für die Löwen punkteten: Pierre 23 (13 Rebounds, 4 Assists), Guyton 19, Medlock 17, Theis 8, Klepeisz 8, Schwartz 6, Simon 2, Freese 2, Groselle 1.
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