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Löwen bieten Alba einen guten Kampf

Erste Hälfte hui, nach der Pause eher nicht so: Carlton Guyton erzielte alle seiner 20 Punkte vor dem Seitenwechsel. Foto: Ammerpohl

Basketball-Bundesliga: Braunschweig verliert 82:92 – Neuzugang Jamal Boykin wird Heiligabend erwartet.

Von Christoph Matthies, 23.12.2016.

Braunschweig. Auch im siebten Heimspiel der Saison mussten sich die Löwen-Basketballer geschlagen geben, der klare Favorit aus Berlin setzte sich in der Schlussphase von den entkräfteten Gastgebern ab und mit 92:82 (47:48) durch. Vorher hatten es die Löwen den Gästen aus der Hauptstadt aber ganz schön schwer gemacht.

Mann der ersten Halbzeit war ganz klar Löwen-Flügel Carlton Guyton: Nach fünf Punkten in den ersten zehn Minuten legte der Mann aus Chicago in Viertel zwei ganz starke 15 Zähler auf. Und trug damit das ganze Team. Denn die Braunschweiger waren zunächst gar nicht gut aus den Startlöchern gekommen, nach acht Minuten stand es 23:13 für den Fünften der Basketball-Bundesliga, als der in dieser Phase beinahe unaufhaltsame Alba-Center Elmedin Kikanovic (19 Punkte) einen Fastbreak per Korbleger abschloss. Die Berliner spielten schnell, effektiv und treffsicher – noch.

Denn im zweiten Viertel war es mit der Alba-Herrlichkeit erstmal vorbei, Guyton übernahm für das Menz-Team die Kontrolle und andere Spieler folgten seinem Beispiel. Sid-Marlon Theis etwa, der erneut Center-Aufgaben übernehmen musste, wenn Geoffrey Groselle auf der Bank saß. Zehn Sekunden vor der Halbzeitpause schenkte er den Berlinern von der Dreierlinie ein, und die Pausenführung nach einem 31-Punkte-Viertel – wahrscheinlich den besten zehn Minuten der bisherigen Löwen-Saison – war gesichert.

Auch nach der Pause boten die Löwen dem Gegner einen Kampf auf Augenhöhe, die 3126 Zuschauer in der VW-Halle staunten nicht schlecht über die Wettbewerbsfähigkeit der Gastgeber. „Braunschweig hat 40 Minuten lang gekämpft und hätte auch gewinnen können“, zollte Berlins Trainer Ahmet Caki der Heimmannschaft Respekt. Daraus wurde allerdings nichts. Guyton, der in Halbzeit eins noch ein Feuerwerk abgebrannt hatte, gelang nach dem Seitenwechsel kein Punkt mehr.

Doch es übernahmen andere Löwen, etwa Carlos Medlock, der schon im Heimspiel gegen Frankfurt eine starke Leistung gezeigt hatte. So blieben die Löwen bis etwa vier Minuten vor Schluss an den „Albatrossen“ dran, ehe die Fehler- und Ballverlustquote anstieg, was wohl auch der Müdigkeit geschuldet war. „Wir sind einfach nicht tief. Und wenn jeder dann so lange spielen muss, ist es auch nicht einfach, die gegnerischen Spieler in der Verteidigung vor sich zu halten“, sah auch Trainer Frank Menz einen der Gründe für die Niederlage in der kleinen Rotation und der damit einhergehenden Erschöpfung. Die Löwen bleiben auf Tabellenplatz 16.

Ein Power Forward unter dem Weihnachtsbaum

Schon am Montag im Heimspiel gegen die Eisbären Bremerhaven (18 Uhr, VW-Halle) dürfte die Löwen-Rotation wieder etwas größer sein. Am frühen Nachmittag des Heiligen Abend trifft Jamal Boykin in der Löwenstadt ein. Der 29-jährige und 2,03 Meter große Power Forward soll die Löwen unter dem Korb verstärken. Der Amerikaner bringt auch BBL-Erfahrung mit, in der Saison 2014/2015 lief Boykin für die BG Göttingen auf und verzeichnete in durchschnittlich 16 Minuten 8,1 Punkte und 3,5 Rebounds. Zuletzt spielte Boykin für Nagano in Japans zweiter Liga.

Für die Löwen punkteten: Guyton 20 (5 Assists), Medlock 19, Groselle 15 (3 Blocks), Pierre 11 (9 Rebounds), Theis 8, Klepeisz 5, Schwartz 2, Simon 2.
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