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Löwen bauen ihre Siegesserie aus

Geschäftsführer Sebastian Schmidt überreichte Dennis Schröder vor der Partie gegen den Mitteldeutschen BC ein Löwen-Trikot. Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Basketball-Bundesliga: Vor den Augen von NBA-Star Dennis Schröder siegen die Braunschweiger mit 71:63 gegen den MBC.

Von Christoph Matthies, 18.02.2018.

Braunschweig. Mit Stargast Dennis Schröder, Braunschweigs NBA-Star an der Seitenlinie wollten sich die Löwen-Basketballer in der VW-Halle von ihrer besten Seite zeigen. Auch wenn dies nur eine Halbzeit lang glückte, bezwangen die Gastgeber den Mitteldeutschen BC am Ende mit 71:63. Es war der vierte Sieg in Folge für die Löwen.

Zur Halbzeitpause sah es bereits richtig deutlich aus, mit 45:24 hatten die Blau-Gelben die Gäste aus Sachsen-Anhalt vorgeführt. Bereits nach zweieinhalb Minuten hatten die Löwen den Weg vorgezeichnet, ein Dreier von Tommy Klepeisz mit dem Buzzer fiel zum 9:3 durch die Reuse, fast alles schien zu gelingen – und dem MBC nur ganz wenig. Das gefiel auch Schröder, der ein Löwen-Trikot trug und den es bei einigen schönen Aktionen seines Ex-Klubs nicht auf seinem Sitz hielt. Und das, obwohl sein Kumpel Bazou Koné (7 Punkte, 6 Ballverluste), der mit einer leicht lädierten Hand spielte, nicht seinen besten Tag erwischte.

Wer das Hinspiel gesehen hatte, ahnte allerdings zur Pause, dass diese Partie noch lange nicht vorbei sein würde. „Es war schon im Hinspiel so, dass wir in der Halbzeit den Rhythmus verloren haben“, erinnerte sich Tommy Klepeisz, der ein Deja-Vu erlebte. Denn nach der Pause sahen die 3373 Zuschauer ein anderes Spiel, in dem der MBC den Rückstand immer weiter verkürzte. „Wir haben es im dritten Viertel nicht geschafft, weiter zu verteidigen“, kommentierte Klepeisz die 24 Punkte, die den Gästen im dritten Viertel gelangen. Und auch offensiv war beim Team von Trainer Frank Menz die Luft raus: Sieben Pünktchen waren die spärliche Ausbeute der Löwen in den zehn Minuten nach der Pause. „Wir haben eine sensationelle erste Halbzeit gespielt. In der zweiten Halbzeit lief es dann nicht mehr so gut, davon haben wir uns aus dem Rhythmus bringen lassen“, so der Österreicher Klepeisz.

Mit einer 52:48-Führung ging es ins Schlussviertel, das Spiel war wieder offen. Doch wie schon in den vergangenen Partien hatten die Löwen die physische und psychische Stärke, den Sieg in der Schlussphase nicht mehr aus der Hand zu geben. Spannend war es trotzdem. Bis auf einen Punkt (58:59) brachte Marcus Hatten seine „Wölfe“ vier Minuten vor Schluss an der Freiwurflinie an die Heimmannschaft heran, trotz großer Foulprobleme. Die „Crunchtime“ aber gehörte den Löwen um ihre Topscorer Scott Eatherton (20 Punkte) und DeAndre Lansdowne (19), die nun ihrerseits immer wieder an die Freiwurflinie kamen und dort den vierten Sieg in Folge dingfest machten.

Nur zwei Punkte trennen den Zwölftplatzierten der Bundesliga nun noch von Ulm auf Tabellenplatz sieben. Das dürfte auch NBA-Star Schröder gefallen, der gegenüber dem TV-Team von Telekom Sport sogar das Interesse ausdrückte, Teileigner seines Ex-Vereins zu werden und ihn zu einem Topklub der BBL zu machen. Das wäre ein Novum im deutschen Basketball – und könnte dem Standort Braunschweig sicher nur gut tun.

Für die Löwen punkteten: Eatherton 20 (14 Rebounds), Lansdowne 19, Klepeisz 15 (5 Assists), Koné 7, Morse 4, Jaramaz 2, Lagerpusch 2, Alte 2, Schwartz, Janavicius, Nawrocki, Figge.
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