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Löwen am Main völlig chancenlos

In einem schwachen Team einer der Besseren: Sid-Marlon Theis (zehn Punkte). Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Die Braunschweiger verlieren mit 56:92 bei den Skyliners Frankfurt.

Von Christoph Matthies, 12.03.2017.

Braunschweig. Die 56:92 (36:53)-Niederlage am Sonntag in Frankfurt war wohl die schwächste Leistung der Löwen-Basketballer in dieser Bundesliga-Saison. Schon in der ersten Halbzeit wurde deutlich, dass die Braunschweiger das intensive Spiel des Tabellenelften nicht mitgehen konnten.

Dabei erwischten die Löwen, die ohne den angeschlagenen Carlton Guyton antraten, einen richtig guten Start: Nach gut zwei Minuten stand es nach Punkten von Dyshawn Pierre und Center Geoffrey Groselle 7:0 für die Gäste, ehe Skyliners-Kapitän Quantez Robertson den Lauf mit einem Dreier beendete. Die Hausherren übernahmen nun die Kontrolle und forcierten durch ihre aggressive Verteidigung immer wieder Ballverluste, die sie per Schnellangriff in einfache Punkte ummünzten.

Am Ende des ersten Viertels standen sieben Braunschweiger Ballverluste und ein 16:27-Rückstand zu Buche.

In den zweiten zehn Minuten setzten die Löwen verstärkt auf Zonenverteidigung, konnten den Angriffswirbel der Gastgeber aber nicht wirklich stoppen. Im Gegenteil, viel zu einfach kamen die Hessen zu ihren Würfen, etwa Robertson, der nach 14 Minuten bereits seinen dritten Dreier (37:25) erzielte. In den Minuten vor der Halbzeitpause wurde auch Skyliners-Topscorer AJ English (16 Punkte im Schnitt) aktiv, glänzte zunächst mit einem tollen Behind-the-back-Anspiel auf Power Forward Niklas Kiel (43:28), ehe er sich auch mehrfach in die Punktestatistik eintragen konnte.

Beleg für die schwache Defensive der Löwen waren die Wurfquoten des Gegners: 81 Prozent aus dem Zweierbereich und 56 Prozent (9/16) aus dem Dreierbereich sind Spitzenwerte. Nur einem Dreier von Löwen-Aufbau Carlos Medlock Sekunden vor Schluss war es zu verdanken, dass das Team von Frank Menz nicht mit minus 20 in die Pause ging.

Doch tatsächlich war die Partie schon gelaufen. Nach vier schnellen Punkten von Luis Figge zu Beginn des zweiten Durchgangs verloren die Löwen völlig den Faden, blieben die kommenden sechs Minuten ohne Punkte. Als Tommy Klepeisz nach 23 Minuten zwei Freiwürfe traf, stand es schon 65:42 für Frankfurt.

Im Schlussviertel wurde das Debakel noch eklatanter, sieben Minuten dauerte es, bis Sid-Marlon Theis, mit zehn Zählern gemeinsam mit Groselle Braunschweigs Bester, die ersten Löwen-Punkte erzielte. „Wir waren nicht bereit für diese Intensität“, sagte Theis nach der ganz bitteren 56:92-Pleite. „Wir dachten, wir wären gut vorbereitet, aber das haben wir nicht gezeigt.“

Für die Löwen punkteten: Theis 10, Groselle 10, Boykin 8, Medlock 6, Pierre 5, Klepeisz 5, Figge 4, Schwartz 3, Ebert 3, Simon 2.
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