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Lösung „Doppelspieltag“

Das T-Shirt zum Protest. oh

Fußball: Eintracht-Fans berieten über den Boykott des Spiels in Leipzig.

Von Christoph Matthies, 27.07.2014.

Braunschweig. Ist Rasenballsport Leipzig, jüngst in die 2. Bundesliga aufgestiegen, überhaupt ein Fußballverein? Oder doch nur das „Marketinginstrument einer österreichischen Brausefirma“, wie viele Eintracht-Fanclubs finden? Aus der Ultraszene kam der Vorschlag, die Auswärtspartie in Leipzig im September komplett zu boykottieren. Am Mittwoch wurde darüber im Business-Bereich des Eintracht-Stadions lebhaft gerungen.

Robin Koppelmann vom ausrichtenden Fanrat zeigte sich äußerst zufrieden mit der Sitzung, die fast 400 Fans anlockte. „Es wurde sachlich, ehrlich und konstruktiv diskutiert“, so der 24-Jährige, dem außerdem die Toleranz auffiel, die anderen Meinungen entgegengebracht worden sei. „Das zeigt, dass Braunschweigs Fanszene auf einem sehr guten Weg ist.“

Beschlossen wurde, den 13. September zu einem „Doppelspieltag“ zu machen: Niemand wird daran gehindert, nach Leipzig zu fahren und die Eintracht lautstark zu unterstützen. Wer nicht nach Leipzig reist, darf sich auf ein großes „Public Viewing“ im Stadion freuen, das für eine Ligapartie der Eintracht ein Novum wäre. Finanziert werden soll das gemeinsame Fußballerlebnis durch den Verkauf von T-Shirts, mit dem Fans in Braunschweig und vor Ort in Leipzig ein Zeichen gegen den Konzernfußball setzen können (zehn Euro, Vorbestellungen online via fanratbraunschweig@fanpresse.de).

„Der Doppelspieltag ist eine Lösung, die bundesweit Vorbildcharakter im Umgang mit RB Leipzig haben könnte“, begrüßt Koppelmann den erzielten Kompromiss.
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Hilmar Weise aus Braunschweig - Innenstadt | 30.07.2014 | 10:49  
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