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Lions ziehen souverän ins Big6-Endspiel ein

Runningback David McCants (vorne) erlief mit seinem ersten Ballkontakt einen Touchdown über 65 Yards. Damit gab er den Ton für das Spiel gegen die chancenlosen Argonauten aus Frankreich an. (Foto: Thomas Ammerpohl)

Ohne großen Anlauf haben die NewYorker Lions im letzten Big6-Gruppenspiel die Les Argonautes d’Aix en Provence aus Frankreich mit 53:0 (36:0) überrollt. Damit stehen sie zum dritten Mal in Folge im Endspiel des seit drei Jahren unter dem Namen Big6 ausgetragenen Eurobowls.

Von Daniel Beutler

Braunschweig. Die NewYorker Lions stehen im Finale des Big6-Turnieres. Den dafür nötigen Heimsieg gegen Les Argonautes d’Aix en Provence holten die Lions am Samstag im Schongang. Vor 3411 Zuschauern im Eintracht-Stadion gewannen die Hausherren mit 53:0 und stehen zum dritten Mal in Folge im Endspiel des europäischen Wettbewerbs. Dort trifft der Titelverteidiger aus der Löwenstadt auf die Swarco Raiders Tirol. Die Österreicher gewannen zeitgleich in Gruppe B das entscheidende Spiel gegen die Schwäbisch Hall Unicorns mit 34:0. Wo das 30. Eurobowl-Endspiel stattfinden wird steht noch nicht fest.

Am Samstag jedoch stand recht schnell fest, in welche Richtung das Duell der Lions mit den Argonauten gehen wird. Die nur mit einer Rumpftruppe von 22 aktiven Spielern angereisten Franzosen wehrten sich zwar nach Kräften, konnten dem Deutschen Rekordmeister aber nur wenig entgegensetzen. Zuerst mit dem Angriffsrecht ausgestattet, spielten die Franzosen durchaus ambitioniert auf. Sie konnten die Lions-Abwehr aber nicht überwinden. Wie es geht, zeigten die Lions. Nachdem sie das Angriffsrecht übernommen hatten, erlief Runningback David McCants gleich im ersten Versuch über 65 Yards die ersten Punkte für die Hausherren. Im Anschluss nutzten die Lions beim Extrapunktversuch ihre Chance, überrumpelten die Gäste und erzielten zwei Extrapunkte. Mit der 8:0-Führung im Rücken, spielte die Abwehr der Braunschweiger groß auf, pflügte durch die Offense-Line der Argonauten und setzte ihren Spielmacher regelmäßig unter Druck. Große Raumgewinne waren eine Seltenheit – selbst in brenzligen Situationen, wenn die Franzosen mal kurz vor die Lions-Endzone kamen, war kein Durchkommen. Dazu gesellten sich im Laufe des Spiels abgefangene Pässe und vollendeter Druck der Defense-Line in Form von Quarterback-Sacks: Keine Chance für die Franzosen.

Der Lions-Angriff hingegen zeigte, dass er nach nur drei Pflichtspielen schon sehr gut harmoniert. Quarterback Grant Enders verteilte galante Pässe auf seine Wide Receiver. Das Laufspiel klappt hervorragend. Wenngleich die Gäste schon ab des zweiten Viertels kein echter Gegner mehr waren und Headcoach Troy Tomlin recht schnell begann, munter durchzuwechseln: Das war ein deutliches Signal der Lions an die Bundesliga insgesamt und die Raiders aus Tirol. Wer national oder international was gewinnen will, der muss an den Lions vorbei kommen.
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