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Lions zerpflücken Kiel mit 37:0

Lions-Spielmacher Casey Therriault in Aktion. Der US-Amerikaner überzeugte, just vor fünf Tagen in Deutschland angekommen, von Beginn an mit einem ganz starken Auftritt. Foto: Ammerpohl

Football: Braunschweiger Machtdemonstration vor einer Traumkulisse im Eintracht-Stadion.

Von Daniel Beutler, 15.06.2014.

Braunschweig. Was für ein Comeback von Spielmacher Casey Therriault im Lions-Trikot. Der US-Amerikaner führte die Braunschweiger sechs Tage nach seiner Ankunft in Deutschland zu einem deutlichen 37:0-Sieg gegen die Spitzenmannschaft Kiel Baltic Hurricans.

Nicht weniger als 5341 Zuschauer auf den Tribünen und 38 zusätzlich in der ersten Reihe im Trikot der Kiel Baltic Hurricanes erlebten eine Therriault-Show im Angriff der Lions. Der 25-jährige, frisch geehrter Spieler des Jahres 2013, machte genau da weiter, wo er vergangene Saison aufgehört hatte. Präzise Pässe, eloquente Läufe und ein Improvisationsvermögen, dass jeder Stand-up-Comedian weint vor Neid. Ein Traum von einem Spielmacher. Alpträume dagegen in Kiel vor dem Rückspiel schon in einer Woche.
Die Grün-Weißen versuchten schließlich einiges in der Abwehr, um die Brauschweiger zu stoppen. Mehr als hier und da mal ein Tropfen auf den heißen Stein sprang aber nicht heraus. Wenn wer die Lions-Angriffsmaschinerie, kongenialer Partner von Therriault dabei Runningback David McCants, stoppen konnte, dann die Lions selber. Einige Strafen verhinderten mehr Punkte – unnötig, aber verschmerzbar.
Der Grund, warum das gestern zu verkraften war, wurde allerdings vom Offense-Feuerwerk in den Halbschatten gestellt. Die Abwehr des amtierenden Meisters war eine Augenweide: druckvoll und mutig. Der Lohn dafür waren zwei ganz hervorragende Inter-ceptions, zwei gesicherte Fumbles und einige schmerzhafte Quarterback-Sacks, die aus der insgesamt starken Abwehrleistung herausstachen. Dem an sich sehr guten Angriff der Gäste erlaubten die Braunschweiger in der Summe kaum etwas. Punkte jedenfalls nicht. Gegen eine mit Nationalspielern gespickte Kieler Offense Line hatten die Hausherren allerdings kein leichtes Spiel, aber sie waren einfach besser. Gestern zu gut für die Hurricanes.
Mit Beginn des letzten Spielabschnitts wechselte Lions-Cheftrainer Troy Tomlin, Trainer des Jahres 2013, durch. Quarterback James Peterson, der seinen Startplatz mit der Bekanntgabe der Rückkehr von Therriault verloren hatte, durfte aufs Feld. Peterson machte dann gleich in einem designten Spielzug den Therriault und erlief über zwölf Yards den 37:0-Endstand. Absolut verdient und gleichzeitig auch etwas schmeichelhaft für Kiel.

Die Punkte:

1. Viertel: 7:0 Sieben-Yard-Pass von Casey Therriault auf Niklas Römer. 2. Viertel: 13:0 Pass von Therriault auf Anthony Dable; 16:0 Fieldgoal von Kicker Tobias Goebel aus 32 Yards. 3. Viertel: 23:0 Runningback David McCants mit Lauf über vier Yard, 30:0 Therriault passt über neun Yard auf Tommi Pinta. 4. Viertel: 37:0 Lauf von Quarterback James Peterson über zwölf Yards.
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