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Lions vor ihrem ersten Endspiel

Christian Petersen stürzt sich auf den Berliner Ballträger. Jetzt gegen Dresden wird so viel Einsatz in jedem Spielzug, vor allem gegen Monarchs-Topspieler Trevar Deed nötig sein. Foto: Reißner

Football: Am Sonnabend (15 Uhr) geht es in Dresden um den ersten Titel seit 2008.

Von Daniel Beutler, 03.09.2013

Braunschweig. Der Lauf der Bundesliga-Footballer der New Yorker Lions war imposant. Zwölf Siege in Folge, ehe am Sonnabend die erste Niederlage hingenommen werden musste. Das 26:34 gegen die Berlin Adler ist aber kein Beinbruch, wenn die Braunschweiger jetzt am Sonnabend (15 Uhr) gegen Dresden die richtige Antwort parat haben.

Die Voraussetzungen im Kampf um die Meisterschaft in der Bundesliga-Nordgruppe sind gut für die Lions. Ein Sieg, Remis oder eine Niederlage, die nicht den 24:17-Sieg aus dem Hinspiel egalisiert und die Braunschweiger sind Nordmeister. Allerdings stehen bei zwei Leistungsträgern im Lions-Trikot große Fragezeichen hinter dem Einsatz. Ob die beiden Abwehrspieler Mualick Bangura und Sorie Bayoh mitspielen dürfen, kann Lions-Cheftrainer Troy Tomlin derzeit noch nicht beantworten. „Wir haben bisher noch nichts offizielles gehört. Was mir zugetragen wurde ist, dass die Schiedsrichter in Berlin ihren Fehler beim Platzverweis von Sorie eingeräumt haben und das im Report vermerkten. Trotzdem ist es schwer, konkret zu planen“, hadert Tomlin. Sowohl Bangura im Spiel gegen Düsseldorf und Bayoh jetzt gegen die Adler wurden wegen Regelverstößen vom Platz gestellt. Ein Strafmaß wurde für beide noch nicht mitgeteilt.
So gehen die Braunschweiger im schlimmsten Fall arg geschwächt in das wichtige Spiel gegen Dresden, in dem es um den nicht nur Titel in der Nordgruppe, sondern auch um das Heimrecht für die möglichen beiden Play-off-Spiele geht.
Mit Bayoh fällt dabei vielleicht ein Spieler aus, der ganz wichtig wäre, um Runningback Trevar Deed zu stoppen. Deed ist Alleinunterhalter, Top-Scorer und Leitfigur im Angriff der Dresdner. In den bisher 13 Spielen hat der US-Amerikaner 2762 Yards Raumgewinn und 44 der insgesamt 61 Touchdowns erzielt. Im Schnitt macht Deed pro Lauf zehn Yards gut, ist also die wandelnde Lebensversicherung für ein First Down. Will man die Monarchs besiegen, muss man Deed aufhalten. „Aber wir müssen eine Balance finden und auch das Passspiel attackieren. Ihr Quarterback ist ebenfalls sehr gut“, warnt Tomlin davor, sich nur auf Deed zu stürzen. Schließlich war im Hinspiel das Erfolgsrezept, dass das Passspiel der Dresdner unterbunden wurde. Gerade 60 Yards Raumgewinn erzielten die Monarchs per Pass.
So schwer das Spiel auch werde, man freue sich trotzdem darauf, betont Tomlin. „In den vergangenen Jahren gab es so wichtige Spiele nicht für die Lions. Ich finde gerade das macht erst so richtig Spaß.“ Und Tomlin sieht seine Spieler vielleicht gerade wegen der jüngsten Niederlage topmotiviert.
Das Spiel wird auf http://new.livestream.com/newyorkerlions live übertragen.
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