Anzeige

Lions vor erstem Charaktertest

Football: Lions-Headcoach Phil Hickey findet deutliche Worte vor dem Spiel gegen Lübeck.

Von Daniel Beutler, 23.05.2012

Braunschweig. Die New Yorker Lions reisen am Sonnabend (Kick-off um 17.30 Uhr) zu den Lübeck Cougars. Es ist ihr drittes Bundesligaspiel, das zweite gegen einen Aufsteiger. Und die erste Chance, zu beweisen, dass sie sich nicht unterkriegen lassen.

Das erste Duell mit einem Aufsteiger gewannen die Lions. Beim Erfolg gegen den Liganeuling aus Hamburg musste man allerdings zum Ende hin den Vorsprung über die Zeit retten. Eine schwache zweite Hälfte brachte damals die komfortable 17:0-Führung noch in Gefahr. Vergangene Woche gegen die Berlin Adler besiegelte erneut eine schwächere Leistung in der zweiten Spielhälfte die erste Saisonniederlage.
„Wir haben, mit dem Europapokalspiel gegen Triangle, alle unsere Spiele in der zweiten Halbzeit verloren. Das darf nicht sein“, sagt Lions-Cheftrainer Phil Hickey und findet deutliche Worte. „Es sind nicht alle bereit, das ganze Spiel über alles zu geben. Die Hälfte der Mannschaft hat das verstanden, die andere aber nicht“, schätzt der Headcoach. „Die Spieler kriegen hier soviel. Sie spielen im größten Stadion, vor den meisten und besten Fans und werden umsorgt wie sonst nirgends. Dafür müssen sie was zurückgeben. Es hat wohl nicht jeder verstanden, was das für eine große Ehre ist, für die Lions zu spielen“, sagt Hickey. Auf einem Team-Meeting war genau das gestern auch das Thema. Als positives Beispiel nennt Hickey den Passverteidiger Christian Petersen. Der Lions-Veteran verletzte sich gegen die Adler. „Es ist aber nichts gebrochen und deshalb wird er alles dafür tun, um auf dem Platz zu stehen. Die Einstellung haben leider nicht alle“, berichtet der Headcoach.
Trotzdem sei er weiterhin fest davon überzeugt, dass die Lions nicht zu stoppen seien, wenn sie voll konzentriert zu Werke gehen. „Das hat man in den Spielen bisher ja gesehen. Zumindest solange, bis wir uns selber geschlagen haben“, hadert Hickey mit der fehlenden Einstellung in Teilen der Mannschaft. „Das haben vor allem auch die Fans nicht verdient“, stellt Hickey klar, dass er mehr erwartet.
In der Hansestadt erwartet der Cheftrainer derweil eine Mannschaft, die richtig gefährlich werden kann, wenn man ihr nur den Anlass dazu gebe, an einen Sieg zu glauben. Wie auch die Adler setzen die Cougars auf einen Spielmacher, der nicht nur passen, sondern auch selbst den Ball nach vorne tragen kann. Die Achillesferse der Lions in den vergangenen Jahren. Hickey aber ist zuversichtlich, dass diese Schwäche endgültig der Vergangenheit angehört. „Wir haben gegen Berlin schon einen super Job gemacht. Ganz wird man einen mobilen Quarterback nie stoppen können, aber das war schon sehr gut. Und der Lübecker Quarterback ist auch ein anderer Typ, er ist nicht so diszipliniert bei seinen Läufen, da sollten wir die Chance haben ihn früh zu stoppen“, sagt Hickey und bewertet die Abwehr bisher als ordentlich. „Wir müssen im Angriff was zustande bringen. Und das gelingt nur, wenn sich alle von Anfang an voll konzentrieren“, macht der Cheftrainer noch einmal deutlich.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.