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Lions vermöbeln die Düsseldorf Panther

Die Lions-Abwehr leistete sich einen Fehler, hielt die Panther aber sonst von der eingenen Endzone fern. (Foto: Karsten Reißner)


Ein guter Löwe brüllt nicht lauter als er muss. Mit einer fehlerdurchzogenen Mittelklasse-Leistung haben die Braunschweiger trotzdem problemlos gegen Düsseldorf gewonnen. Aber was im Gedächtnis bleibt: Die vielen unnötigen Fehler. Drei Touchdowns nahmen die Unparteiischen wegen Foulspiel der Lions zurück.

Von Daniel Beutler

Braunschweig. Pflicht erfüllt. Gegen die Düsseldorf Panther haben die NewYorker Lions kein großartiges Spiel gezeigt, insgesamt aber aufgrund der wesentlich besseren Klasse im Kader verdient mit 58:7 gewonnen. Die Gäste derweil wehrten sich nach Kräften. Die waren aber nach einem Viertel aufgebraucht.
Dass die Lions gewinnen werden war, so tief wie die Panther vor dem Spiel stapelten, eigentlich schon ausgemachte Sache. „Wir sind angereist, in der Hoffnung zu überleben. Das haben wir geschafft“, stellte Panther-Cheftrainer Marc Ellgering nach dem Spiel fest.
Was das hätte ändern können, zeigte Lions-Passverteidiger im ersten Viertel. Der US-Amerikaner sah, was nicht war und sein Gegenspieler Yannik Baumgärtner erlief mühelos die zwischenzeitliche 7:3-Führung für die Panther im ersten Viertel. Sprich: Machen die Lions eklatante Fehler, kann das böse enden. Mit der Betonung auf eklatant. Denn die Braunschweiger machten immer wieder Fehler, insbesondere im Angriff. Neben den ungenauen Zuspielen von Landi, die dem Feuerwehrmann auf der Spielmacher-Position zu verzeihen sind, waren die Strafen ein großes Problem. Die Lions haben mehr Yards an die Panther verschenkt, als die selbst in der Summe mit ihrem Angriff erzielen konnten. „Ich bin zu 90 Prozent zufrieden. Wir haben mentale Fehler gemacht, die nicht sein müssen“, bilanzierte Lions-Cheftrainer Troy Tomlin nüchtern.
Aber es waren eben keine spielentscheidenden Fehler, von denen die zunehmend schwächer werdenen Düsseldorfer auch nicht profitieren konnten. So traf Lions-Quarterback Evan Landi, der erneut den angeschlagenen Grant Enders vertrat, nicht immer die besten Entscheidungen, Strafen warfen sie immer wieder zurück. Aufgrund der individuellen Fähigkeiten setzten sich die Braunschweiger aber dennoch immer wieder durch. Auch die Abwehr blieb in der Folge fehlerlos und legte ordentlich zu. Insgesamt zehn Quarterback-Sacks standen am Ende für die Lions zu Buche.
Nach der Pause das gleiche Bild. Düsseldorf konnte nicht, die Lions routiniert taten etwas für Punktekonto. Netter Nebeneffekt. Die 3671 Zuschauer im Eintracht-Stadion haben so auch mal die Namen der Spieler kennengelernt, die zweite, dritte Garde sind. Und das war auch recht ordentlich anzusehen, da ist noch einiges Talent versteckt.


Die Punkte:

1. Viertel: 3:0 Ersatzkicker Tom van Duijn verwandelt das Fieldgoal sicher aus 26 Yards

3:7 – Lions-Passverteidiger Durell Givens verschätzt sich böse, ist gierig auf die Interception und am Ende läuft Yannik Baumgärtner unbehelligt über 50 Yards zur Führung. Point after Touchdown (PAT)

10:7 Jabari Johnson stellt die Führung mit einem Ein-Yard-Lauf wieder her. PAT van Duijn.

2. Viertel: 17:7 Quarterback Evan Landi findet mit seinem Zehn-Yard-Pass Anthony Dable, der sich gegen zwei Panther durchsetzt und den zweiten Lions-Touchdown erzielt. PAT van Duijn.

24:7 Jetzt wird es deutlich. Die Panther chancenlos und Lions-Runningback David McCants im Punktemodus. Über 25 Yard erläuft er Touchdown Nummer drei des Spiels und Nummer 50 seiner Lions-Karriere. PAT van Duijn.

3. Viertel: 31:7 Johnson legt nach, sprintet über das halbe Feld. PAT van Duijn.

38:7 Und der 35-jährige hat noch nicht genug. Johnson erläuft aus zehn Yards den nächsten Touchdown. PAT van Duijn.

44:7 Die 40-Punkte-Mauer durchbricht Chris Smith mit dem ersten Spielzug der Angriffsserie. Ein gemütlicher 15-Yard-Lauf ohne große Gegenwehr. Die Panther haben endgültig aufgegeben. PAT Robin Papke nicht gut.

4. Viertel:51:7 Passverteidiger Tissi Robinson ist zur Stelle, trägt den abgefangenen Pass über 13 Yards in die Panther-Endzone. PAT Papke gut.

58:7 Die zweite Garde zeigt, dass sie auch was auf dem Kasten hat. Mit seinem 16-Yard-Lauf bringt Smith die Lions weiter in Front. PAT Papke.
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