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Lions verlieren vor dem Derby Mannschaftskapitän Homri

Lions-Runningback David McCants (Mitte) war erneut kaum zu stoppen. Foto: Ammerpohl

Football: Beim 56:6-Heimsieg gegen Hamburg verletzte sich der Linebacker schwer.

Von Daniel Beutler, 24.05.2016.

Braunschweig. Der Sieg gegen die Hamburg Huskies war längst klar, als sich Laufverteidiger und Mannschaftskapitän Kerim Homri im letzten Spielviertel schwer verletzte. Minutenlang wurde der Mannschaftskapitän am Samstag auf dem Feld im Eintracht-Stadion behandelt, ehe er abtransportiert wurde: Syndesmoseband gerissen, knöcherner Abriss am Fuß und Wadenbein gebrochen. Sonntag wurde er operiert. Die Saison ist damit voraussichtlich vorbei für Homri, der gerade erst sein zweites Spiel nach schwerer Verletzung im Vorjahr bestritt.

Bis zu seiner Verletzung war Homri Teil einer Lions-Abwehr, die den Hanseaten überhaupt keinen Raum für Entfaltung gab. Die Offense-Line der Huskies stellte für die Braunschweiger Abwehr dabei nur selten eine Hürde dar. Die Ehrenpunkte für die Gäste, die bereits im Hinspiel mit 3:44 unter die Räder kamen, erzielte Huskies-Spielmacher Jerry Lovelocke mit einem Lauf über 18 Yards.
„Wir haben eine Lederallergie in Hamburg“, haderte Huskies-Sportdirektor Patrick Esume über einige ausgelassene Chancen. Dazu käme Verletzungspech. „Bei uns geht es mittlerweile fast nur noch darum, wer überhaupt spielen kann. Es fehlen eine ganze Reihe Stammspieler. Dazu fehlt die Einstellung, um ein Championship-Team zu sein. Es ist eine junge Mannschaft, da müssen wir erst noch hinkommen“, sagte Esume. Ähnlich sah es Lovelocke. „Wir haben nicht die richtige Einstellung an den Tag gelegt, und wenn wir Chancen hatten, haben wir uns selber in den Fuß geschossen“, spielte der Quarterback auf unnötige Strafen, verpasste Tackles in der Abwehr und eben die ausgelassenen Chancen für Raumgewinne an.
Probleme, die die Lions nicht kannten. „Wir wollen Woche für Woche besser werden und jeder tut, was er tun muss für das Team“, sagte Lions-Runningback David McCants. Der kräftige Ballträger war erneut einer der Aktivposten und überzeugte auf ganzer Linie. Gleiches galt für den gesamten Angriff der Braunschweiger. Quarterback Grant Enders orchestrierte die Offense harmonisch und konnte von Cheftrainer Troy Tomlin ab dem dritten Viertel geschont werden. Stattdessen bekam sein Ersatzmann Evan Landi, eigentlich Passempfänger, die Gelegenheit, Spielpraxis als Passverteiler zu sammeln.
Zeitgleich zum Lions-Spiel machte der kommende Gegner auf sich aufmerksam. Die Hildesheim Invaders gewannen ihr erstes Punktspiel bei den Düsseldorf Panthern mit 51:20. „Sie sind Aufsteiger und schwer einzuschätzen, da müssen wir erst mal die Videos sichten“, sagte Tomlin über den kommenden Gegner. Das letzte Pflichtspiel gegen die Invaders gab es 1993. Damals gewannen die Lions mit 28:14.
Das Derby findet am Samstag (16 Uhr) im Friedrich-Ebert-Stadion in Hildesheim statt.
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