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Lions verlieren in Berlin

Christian Bollmann (rechts) musste in Berln als Quarterback ran, weil Grant Enders geschont wurde. (Foto: Karsten Reißner)

Eine Woche nach dem furiosen Erfolg im Big6-Finale haben die NewYorker Lions merklich erschöpft eine Niederlage hinnehmen müssen. Bei den Berlin Rebels verloren sie am Sonntag mit 24:30. Ähnlich war es vor einem Jahr nach einem Spiel in Tirol. Dabei schonte Cheftrainer Troy Tomlin diesmal allerdings einige Stammspieler.

Von Daniel Beutler

Braunschweig. Ohne den etatmäßigen Quarterback Grant Enders und ohne Runningback David McCants, die beide nicht zum Einsatz kamen, fehlte den NewYorker Lions bei den Berlin Rebels die Durchschlagskraft in der Offensive. Ersatz-Spielmacher Christian Bollmann mühte sich zwar redlich und konnte auch einige gute Aktionen verzeichnen, zum Sieg reicht das aber nicht. Auch weil die sonst starke Abwehr in der zweiten Spielhälfte merklich schwächelte.

Es war die erste Lions-Niederlage seit dem 9. Mai 2015. Damals verloren die Braunschweiger zu Hause gegen die Dresden Monarchs – ohne Grant Enders auf dem Feld. Der hatte sich in der Woche zuvor im Big6-Gruppenspiel verletzt, als die Lions in Tirol bei den Swarco Raiders antraten. Auch diesmal kam Enders nicht schadlos aus dem Spiel, als es vor eine Woche im Finale gegen die Raiders ging. So schlimm wie im Vorjahr, als er fast die restliche Saison ausfiel, soll es diesmal aber nicht sein. Cheftrainer Troy Tomlin schonte seinen Quarterback dennoch vorsichtshalber. Ebenso wie neben McCants noch weitere Spieler. Und so musste Bollmann ran. Der spielte bereits hin und wieder vertretungsweise den Spielmacher, hatte in der Jugend vornehmlich auf der Position gespielt. Aber man merkte ihm die fehlende Praxis auf dieser tragenden Position an. Auch wenn er seinen Job für die Umstände hervorragend durchzog, manch gelernter Quarterback kriegt es nicht besser hin, war es doch zu wenig für die Rebels. Die konnten immer wieder Fehler provozieren und in der Folge auch nutzen. Insbesondere als den Braunschweigern in der zweiten Hälfte die Kraft ausging. Das machte sich in der Abwehr besonders bemerkbar, die ebenfalls einige Ausfälle zu verkraften hatte. Insbesondere das Laufspiel der Rebels um ihren starken Runningback Larry McCoy konnten die Braunschweiger nicht in den Griff kriegen. Ohne Sorie Bayoh, Jakub Malecki, Kerim Homri und den gesperrten Mamdou Sy klafften in der Laufabwehr große Lücken.
Dennoch ging es nur mit einem 7:7 in die Pause. Nach dem Wiederanpfiff übernahmen die Rebels aber zunehmend die Kontrolle, zogen auf 24:7 davon. Die Lions bäumten sich zwar noch auf, der Touchdown zum 24:30 kam aber zu spät. Mit weniger als einer Minute verbleibend, endete das Spiel mit einem vergeblichen Onside-Kick-Versuch.
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