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Lions und Landi – das passt perfekt

In seinem vorerst letzten Spiel als Quarterback dirigierte Evan Landi den Angriff zu vier Touchdowns gegen Berlin. Reißner

Football: Am Samstag kommt zum „Big6“-Finale Schwäbisch Hall ins Eintracht-Stadion.

Von Daniel Beutler, 16.06.2015.

Braunschweig. Wenn die New Yorker Lions am Samstag im „Big6“-Finale gegen die Schwäbisch Hall Unicorns um den ersten Titel der Saison kämpfen, hat der Vorjahresfinalist aus der Löwenstadt die Favoritenrolle inne.

Warum? Weil sie Spieler wie Evan Landi in ihren Reihen haben. Der US-Amerikaner ist in seiner ersten Saison mit den Lions durchaus geeignet, als Blaupause für den von Cheftrainer Troy Tomlin bevorzugten Spielertypen zu gelten. „Ich hatte keine Zweifel, dass ich das schaffen kann. Auch wenn ich seit Jahren nicht mehr auf der Position gespielt habe“, erinnert sich Landi an den Moment, als ihm Tomlin offenbarte, dass er den verletzten Grant Enders auf der Quarterback-Position vertreten solle. „Es hat auch Spaß gemacht, aber keine Frage: Ich bin Passempfänger“, freute sich Landi allerdings auch ein wenig, als Casey Therriault als Spielmacher nachverpflichtet wurde. Keine Anzeichen von Neid. „Grant und Casey sind zweifelsfrei bessere Quarterbacks als ich“, grinst Landi, der in seinen Spielen auf der zentralen Angriffsposition solide Leistungen zeigte. „Ich habe lieber etwas vorsichtig gespielt, wollte keine Fehler machen“, erklärt Landi.
Die schlauen Spielzüge wollte er machen, wie im Leben. Einer davon, so bilanziert der Tight-End mit niederländischen Wurzeln, war der Weg nach Braunschweig. „Es macht richtig Spaß, ich liebe es“, schwärmt Landi. Nicht zuletzt, weil er in den paar Spielen als Passempfänger fast schon mehr Yards Raumgewinn erzielte, als in seiner gesamten College-Karriere. „Ja, hier in Deutschland werden mehr Pässe geworfen“, lacht Landi.
Etwas, dass der ausgebildete Feuerwehrmann und Rettungssanitäter gerne noch ein bisschen länger genießen möchte: „Ich will Football spielen, bis mein Körper Stopp sagt“, erklärt Landi, der nah dran war am Sprung in die Nordamerikanische Profiliga NFL. „Am Ende war es auch schlechtes Timing und etwas Pech“, erklärt der 25-Jährige. Aber Glück für die Braunschweiger Footballer.
Und damit sind auch Kernelemente des Lions-Spiels beschrieben: Selbstvertrauen, Hilfs- und Aufopferungsbereitschaft, Bodenständigkeit, Spaß, Leidenschaft und schließlich auch Können. Deswegen sind die Lions Favorit.
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