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Lions stehen im Halbfinale

Lions-Runningback David McCants brachte die Lions mit seinem 50-Yard-Touchdown-Lauf auf die Siegerstraße. (Foto: Karsten Reißner)

Die New Yorker Lions stehen nach einem 47:6-Sieg über die Ingolstadt Dukes im Halbfinale der Play-offs um die Deutsche Meisterschaft. Der Erfolg am Samstag vor rund 2900 Zuschauern im Eintracht-Stadion war verdient und ungefährdet.

Von Daniel Beutler
Braunschweig.
Die New Yorker Lions sind mit einem ungefährdeten Sieg über die die Ingolstadt Dukes ins Halbfinale der Play-offs eingezogen. Die Süddeutschen zeigten über weite Strecken der ersten Hälfte, dass sie zurecht zu den besten acht deutschen Mannschaften der Saison 2017 zählten. In der Gänze des Spiels wurde dann aber doch ein Klassenunterschied deutlich, der sich im 47:6-Endstand auch niederschlug.

„Es war das erwartet harte Spiel“, zollte Lions-Cheftrainer Troy Tomlin dem Gegner seinen Respekt. Insbesondere zu Beginn machten die Gäste den Braunschweigern das Leben schwer. Nach einer frühen 6:0-Führung hatten sie noch weitere Gelegenheit zu punkten. Die Fieldgoal-Versuche aus jeweils 49 Yards glückten allerdings nicht. Zu dem Zeitpunkt waren auch die Lions dann besser im Spiel. „Wir haben am Anfang etwas gebraucht, um ins Spiel zu kommen“, räumte Defense-Line-Spieler Georg Burrmeister ein. „Nach zuvor drei Spielen, in denen es um nichts mehr ging, war das zu erwarten“, sagte Tomlin. Mit fortschreitender Spielzeit näherten sich die Lions denn auch zunehmend ihrer Normalleistung an. Ingolstadt hingegen produzierte immer mehr Fehler. „Wir haben uns zu viele individuelle Fehler erlaubt“, haderte Dukes-Cheftrainer Eugen Haaf. Neben fallengelassenen Pässen waren das insbesondere auch die eine Interception, die in Person von Christian Petersen eiskalt bestraft wurde. Der Passverteidiger trug den Ball über 92 Meter zu einem Touchdown zurück – damit stellte Petersen einen 17 Jahre alten Vereinsrekord ein. Haaf meinte damit aber auch die verpassten Tackle seiner Abwehr. Der 50-Yard-Lauf von Lions-Ballträger David McCants zum 13:6 hätte etliche Male gestoppt werden können, doch mit einer atemberaubenden Athletik tanzte McCants einen Verteidiger nach dem anderen aus. Der Lauf zum Ende des ersten Viertels wurde zur Starthilfe für die Braunschweig. Von da an lief es. Über den 27:6-Halbzeitstand marschierten die Hausherren unbeirrt zum Sieg. Ingolstadt warf zwar alles in die Waagschale und kämpfte redlich bis zum Abpfiff, gefährlich konnten sie den Lions aber nicht mehr werden.

Im Halbfinale treffen die Braunschweiger am kommenden Wochenende, erneut im Eintracht-Stadion, auf Frankfurt Universe. Der Lions-Gegner aus dem Eurobowl-Finale setzte sich am Sonntag mit 26:16 gegen die Dresden Monarchs durch. Das zweite Halbfinale bestreiten die Kiel Baltic Hurricanes gegen den Südmeister Schwäbisch Hall Unicorns. In der Relegation der Bundesliga-Nordgruppe sieht es für die Berlin Adler derweil äußerst düster aus. Das Schlusslicht der regulären Saison verlor das Heimspiel gegen den GFL2-Meister Potsdam Royals mit 12:55.
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