Anzeige

Lions stehen im Halbfinale

Runningback Jabari Johnson (Mitte) zeigte eine starke Leistung. (Foto: Karsten Reißner)

Mit einem abgeklärten Sieg haben die New Yorker Lions den Sprung ins Play-off-Halbfinale geschafft. Gegen die Allgäu Comets setze sich der Titelverteidiger am Sonntag mit 30:6 durch. Am Samstag kommen die Kiel Baltic Hurricanes ins Eintracht-Stadion.

Von Daniel Beutler

Braunschweig. Der amtierende Deutsche Meister aus der Löwenstadt ist am Wochenende seinen Erwartungen gerecht geworden. Gegen den Vierten der Bundesliga-Südstaffel siegten die New Yorker Lions unspektakulär aber souverän mit 30:6. „Es war das erwartet harte Spiel“, lobte Lions-Cheftrainer Troy Tomlin den Gegner. So richtig zufrieden war der Headcoach mit dem Erfolg vor 3223 Zuschauern im Eintracht-Stadion aber nicht.

Die Lions leisteten sich einige Fehler: Chancen auf Punkte blieben ungenutzt, eine Interception und Fumbles drückten auf die Stimmung. „Das haben wir schon kurz diskutiert“, erklärte Tomlin auf die Frage, ob das vor dem Spiel gegen die Hurricanes ein Thema sein werde. Denn eins ist klar: Im Halbfinale gegen die Kieler dürfen sich die Braunschweiger solche Fehler, in dieser Häufigkeit nicht erlauben. Die Comets konnten derweil nicht davon profitieren. Warum? „Weil wir gegen die Lions gespielt haben. Die beste Mannschaft Europas“, fasst Brian Caler, Cheftrainer der Comets pragmatisch zusammen. Denn die Abwehr blieb fast tadellos, setzte den Angriff der Gäste unter Dauerdruck. „Wir wussten, dass eine Niederlage keine Option ist. Mit der Intensität sind wir in das Spiel gegangen“, sagte Defense End Patrick Finke. Einziger Wermutstropfen in Folge des engagierten Spiels: Nach einer harten Attacke wurde Lions-Abwehrspieler Jacob Schridde vom Platz gestellt, wird gegen die Hurricanes fehlen. Aber die Braunschweiger haben die Tiefe im Kader, um den Ausfall zu kompensieren – trotz zahlreicher weiterer Verletzungen. „Das war bei uns eines der großen Probleme. Wir haben über die Saison viele Stammspieler verletzungsbedingt verloren. Wir werden nächstes Jahr mehr Tiefe im Kader brauchen“, erklärte Caler.

So fehlte zum Beispiel insbesondere der Offense Line der Comets die Durchschlagskraft, was es der Lions-Abwehr leicht machte. „Aber auch großes Lob an unsere Passverteidigung. Sie hat es uns ermöglicht, so viel Druck zu machen“, sagte Finke. Der Schlüssel zum Erfolg. Während der Braunschweiger Angriff zeitweise holprig agierte, ließ die Defense kaum etwas zu. So konnte Quarterback Casey Therriault in aller Ruhe dirigieren. Dabei stachen besonders Runningback-Veteran Jabari Johnson und Passempfänger Jan Hilgenfeldt heraus, die mit starken Szenen für Raumgewinne sorgten. Hinten raus setzte sich dann die Klasse der Hausherren in der Breite durch und auch der Angriff kam besser voran.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.