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Lions stehen im Finale

Evan Landi springt in die Endzone und die Lions ins Endspiel. (Foto: Thomas Ammerpohl)


Gegen die Allgäu Comets haben die NewYorker Lions nach einer erheblichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte verdient das Endspiel der German Football League erreicht. Nach dem 42:21-Erfolg gegen die Comets haben die Braunschweiger jetzt die Chance auf den dritten nationalen Titel in Folge.

Von Daniel Beutler


Braunschweig. Die Chance auf den insgesamten zehnten Meistertitel in der nunmehr 15. Endspielteilnahme war aber harte Arbeit. Die Allgäu Comets boten den Lions in der ersten Hälfte mehr als Paroli. Gegen den amtierenden Deutschen Meister bestimmten die Gäste das Spiel, gaben vor 3248 Zuschauern im Eintracht-Stadion den Ton an. Dann aber traf Lions-Cheftrainer Troy Tomlin in der Halbzeitpause den richtigen Ton. So legten die Hausherren nach dem 21:21-Halbzeitstand einen Kipplader drauf und zogen im dritten Viertel auf 42:21 davon.

Damit war noch vor den letzten 12 Spielminuten die Entscheidung gefallen. Darauf deutete aber in der ersten Hälfte wenig hin. „Da haben wir gesehen, dass wir mithalten können. In der zweiten Hälfte aber haben wir Fehler gemacht und das Spiel aus der Hand gegeben“, sagte Comets-Center Norbert Huber. Und tatsächlich präsentierten sich die Allgäu Comets als richtig starker Gegner. Die Leistung der Lions war bis Mitte des zweiten Viertels aber auch nicht finalwürdig. Verpasste Tackles, nicht gefangene Pässe und Unkonzentriertheit komplettierten einen fahrigen Beginn seitens der Gastgeber. Exemplarisch für die im Gegensatz konzentrierte Leistung der Comets-Abwehr: Fast das ganze erste Viertel konnten die Gäste den Braunschweiger Top-Receiver aus dem Spiel nehmen. Bis 23 Sekunden vor dem Seitenwechsel. Dann fand Lions-Quarterback Casey Therriault seine liebste Anspielstation Anthony Dable, der sich etwas Luft in der Comets-Endzone schaffen konnte. Aber die Comets legten zwei weitere Mal nach und setzten die Lions unter Druck. Dem hielt der Angriff um Quarterback Casey Therriault stand.

Nach der Pause dann eine wahre Leistungs-Explosion auf Braunschweiger Seite. Die Defense schadlos, der Angriff effektiv. „Die Allgäu Comets waren der erwartet schwere Gegner. Eine Mannschaft mit viel Talent“, sagte Lions-Cheftrainr Troy Tomlin und erklärte, man habe in der Pause zwar ein paar Anpassungen vorgenommen, nicht minder wichtig wäre aber der Zusammenhalt im Team gewesen und eine aufmerksamere Leistung in allen Teilen der Mannschaft.
Drei Touchdowns erzielten die so im dritten Viertel Lions, zogen mit 42:21 davon und ließen die Gäste staunend zurück. Aber Aufgeben kam für die Süddeutschen nicht in Frage. Angeführt von ihrem Quarterback Cedric Townsend versuchten sie alles und der mobile Spielmacher stellte die Abwehr regelmäßig vor schwere Aufgaben. Die aber lösten die Lions mit Bravour. „Wir wussten, das wird eine riesige Aufgabe. Der Kader, die Trainer – da sind die Lions die Spitzenmannschaft in Europa. Wir waren schon froh, dass wir uns dieser Herausforderung überhaupt stellen konnten“, erklärte Comets-Headcoach Brian Caler das man zwar enttäuscht, aber keineswegs entmutigt sei nach der Niederlage. Und Tomlin sagte überzeugt: „Die sehen wir wieder.“

Jetzt kommt es aber erstmal zum Wiedersehen mit den Schwäbisch Hall Unicorns. Der Gegner aus dem Endspiel 2014 und dem Big6-Finale in diesem Jahr setzte sich im zweiten Halbfinale mit 41:34 gegen die Dresden Monarchs durch.

Die Punkte:

1. Viertel:
0:7 Comets-Quarterback Cedric Townsend wirft sich aus einem Yard über Freund und Feind in die Endzone. Knapp, aber es reicht für die Führung der Gäste. Point after Touchdown (PAT) Christian Hafels.
7:7 Mit seiner ersten Ballberührung erzielt Anthony Dable den Ausgleich. Der Wide Receiver fing einen 30-Yard-Pass von Quarterback Casey Therriault. PAT Tobias Goebel.
2. Viertel:
7:14 Mit einem 27-Yard-Pass, der erste lange des Spiels, gehen die Allgäu Comets wieder in Führung. PAT Hafels.
14:14 Mit einer starken Einzel-Leistung, weil die Vorblocker nicht ganz zuverlässig agierten, erläuft Runningback David McCants aus 16 Yards den neuerlichen Ausgleich. PAT Goebel.
14:21 Die Comets sind richtig stark, gehen erneut in Führung. Townsend findet mit einem 16-Yard-Pass Hafels in der Endzone. PAT Hafels.
21:21 Die Lions haben aber bisher immer eine Antwort parat. Therriault bedient Evan Landi, der die letzten 26-Yards überbrückt. PAT Goebel.
3. Viertel:
28:21 Die erste Führung für die Lions. Therriault täuscht die Ballübergabe an McCants an, läuft selber die 34 Yards in die Endzone. PAT Goebel.
35:21 Wieder McCants. Der Ballträger wühlt sich an der Mittellinie durch die Comets-Abwehr und sprintet bis in die Endzone der Gäste. PAT Goebel.
42:21 Dable mit seinem zweiten Touchdown. Nach einem kurzen Pass, macht er die restlichen 20 Yards auf dem Boden, lässt die Comets-Verteidiger dabei aussteigen und tanzt in die Endzone. PAT Goebel.
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