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Lions stehen im Big6-Finale

Die Lions-Defense, hier Nathaniel Morris (rechts), ließ den Spaniern kaum Raum zur Entfaltung. (Foto: Karsten Reißner)

Braunschweigs Footballer schlagen die Badalona Dracs mit 54:14 und stehen im Finale des intertnationalen Big6-Turnieres. Bereits vergangenes Wochenende legten sie dafür den Grundstein mit dem Sieg in Amsterdam. In der Dreiergruppe ist den Braunschweigern der 1. Platz nicht mehr zu nehmen.

Von Daniel Beutler

Braunschweig. Zum vierten Mal in Folge stehen die New Yorker Lions im Endspiel um die Football-Krone Europas. Gegen die Badalona Dracs gewannen die Footballer am Samstag vor rund 3200 Zuschauern im Eintracht-Stadion ungefährdet und deutlich mit 54:14. Die beiden am Ende klaren Siege in der Big6-Vorrunde waren zudem eine ideale Vorbereitung für die am kommenden Wochenende startende Bundesliga-Saison. Bitter aber: Gleich zwei Stammspieler verletzten sich. Passverteidiger Benjamin Krahl (Kreuzband) und Offense-Line-Spieler Nikita Schönborn (Fuß) drohen lange auszufallen.

„Wir haben früh zwei, drei Fehler gemacht und dann war unser Rückstand zu groß, um ernsthaft an einen Sieg glauben zu können“, sagte Dracs Cheftrainer Oscar Calatayud. Gleich im ersten Drive war Neuzugang Georg Burmeister Profiteur eines solchen. Den Passversuch des spanischen Spielmachers Sergi Arango fälschte Jacob Schridde ab, Burmeister fing ihn und eilte mit seinen 140 Kilo über 40 Yards in die Endzone. Damit war der Tenor des Abends bestimmt. Braunschweig dominierte, Badalona versuchte das Bestmögliche. „Wir sind nicht mit dem Ziel hergefahren, zu gewinnen. Wir wollten uns mit der besten Mannschaft Europas messen und Erfahrungen sammeln“, bilanzierte Calatayud.

Am Ende war es genau das, was die Lions zuließen: Erfahrungen sammeln. Vor allem in Sachen defensiver Dominanz. Mit immer wechselnden Looks der Abwehrreihen verwirrten die Braunschweiger den Gegner und hatten so den Platz, um zumgegnerischen Quarterback durchzukommen. Der Lions-Angriff zeigte sich punktehungrig. In der ersten Hälfte angeführt von Casey Therriault marschierten die Hausherren nach Belieben über den Platz. Die 44 unerwiderten Punkte zur Halbzeit machten alles klar. Wie ernst die Gastgeber das Spiel nahmen, machte Lions-Cheftrainer Troy Tomlin während des zweiten Viertels deutlich: Obwohl längst deutlich in Front, faltete der Head Coach den Schiedsrichter nach einer in seinen Augen falschen Entscheidung zusammen. Siegeswillen pur.

Nach der Pause konnten Ersatz-Spielmacher Tom van Duijn sowie weitere Spieler aus der zweiten Reihe Einsatzzeit sammeln. „Das war eine schöne Sache, dass wir alle Spieler einsetzen konnten“, befand Tomlin. Die Punkte der Spanier waren denn auch auf das schwächere Aufgebot der Braunschweiger zurückzuführen. Das Spiel in der zweiten Hälfte spielte sich auf Augenhöhe ab, mit leichten Vorteilen bei den Lions.
Was den erfolgreichen Abend aber verhagelte: Passverteidiger Benjamin Krahl verletzte sich früh am Knie. Tomlin befürchtete am Wochenende einen Kreuzbandriss. Nikita Schönborn traf es am Fuß, Befürchtung hier: Bruch. „Wir müssen abwarten“, sagte Tomlin leicht angefressen.
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