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Lions starten mit einem Sieg in die Saison

Runningback David McCants (vorne) war wichtiger Stützpfeiler im Angriff der Lions. Foto: Karsten Reißner

Die Bundesliga-Footballer schlagen die Kiel Baltic Hurricanes mit 38:28.

Von Daniel Beutler, 18.04.2015.
Das erste Saisonspiel des amtierenden Deutschen Meisters offenbarte noch einige Baustellen für die kommenden Wochen. Besonders im Pass-Angriff, ist unter der Regie von Quarterback Grant Enders einiges zu verbessern.

Braunschweig. Entspanntes Eingewöhnungsspiel mit kurzer Spannungsphase im vierten Viertel für die neuen Spieler im Team der New Yorker Lions. Zum Saisonauftakt in der Football-Bundesliga schlugen die Braunschweiger am Samstagabend die Kiel Baltic-Hurricanes mit 38:28 (14:0, 10:7, 7:14, 7:7).

Alle Augen der 5137 Zuschauer im Eintracht-Stadion waren auf den neuen Lions-Spielmacher Grant Enders gerichtet. Und der war wohl ganz schön froh, dass er sich auf ein absolut intaktes Teamgefüge verlassen konnte. Das lenkte etwas davon ab, dass da noch reichlich Arbeit im Angriff nötig ist. So trat zunächst die Abwehr der Lions in die erste Reihe. Kiels-Angriff war in Hälfte eins absolut chancenlos. Das war eine furiose Fortsetzung der starken Defense-Leistung aus dem Vorjahr.

So hatte die Lions-Offensive ihrerseits die Ruhe, um sich einzuspielen. Und das war und ist auch weiterhin bitter nötig. Besonders im Passspiel hakte es an vielen Stellen, Enders wackelte zwischen souveränem Anführer und hibbeligen Newcomer hin und her. Der Anführer überwog aber. Wenn er die Souveränität ausstrahlte, dann kamen schöne Aktionen zu Stande. Das 14:0 war so eine. Völlig ruhig stand Enders da, während der Druck der Abwehrspieler von allen Seiten bedrohlich zunahm, und lieferte den 19-Yard-Pass sicher in die Hände von Niklas Römer. Aber da gab es auch ausbaufähige Aktionen. Ein Anfängerfehler brachte Kiel die einzigen Punkte in der ersten Hälfte. Ex-Lions-Spieler Paco Varol fing einen eiernden Ball aus der Luft, den Enders panisch wegwarf, um einen Sack zu verhindern. Die Punkte zum 7:21. „Da müssen wir mit einer solchen Führung den Ball besser beschützen“, forderte Lions-Cheftrainer Troy Tomlin. Wusste aber auch wie sein gegenüber Stephen Parker, dass das Spiel alle Erwartungen an ein erstes Saisonspiel erfüllte. "Wir wussten nicht genau wo wir stehen und es gab einige Fehler, die für einen so frühen Zeitpunkt in der Saison normal sind", sagte Parker. Konstant stark dagegen das Laufspiel der Lions. Runningback David McCants ackerte sich stetig über das Feld und sorgte immer wieder mit elektrisierenden Läufen für große Raumgewinne.

In der zweiten Hälfte kam Kiel stärker aus der Kabine und profitierte von den wenigen kleinen Fehlern der Braunschweiger Abwehr. „Wir wussten, dass wir besser spielen können und haben das auch bewiesen. Wir haben nicht aufgegeben“, bilanzierte Kiels Runningback Andreas Hofbauer. Die 14 Punkte der Gäste im dritten Viertel waren erste zaghafte Lebenszeichen. Braunschweigs Angriff lebte zu der Zeit vornehmlich von McCants und mit Beginn des vierten Viertels reanimierte Enders die Hoffnungen der Gäste auf einen Sieg mit seiner nächsten Interception. Absolut unnötig und unpräzise warf er den Ball in die Hände von Kiels Abwehrspieler Ryan Newell, der bis in die Endzone der Braunschweiger lief. Da war er wieder der hibbelige Quarterback in seinem ersten Spiel. „Das wird ihn nicht aus der Bahn werfen. Als Quarterback muss man ein dickes Fell haben“, sagte Lions-Cheftrainer Troy Tomlin mit Blick auf vier Interceptions.
Aber plötzlich war Spannung im Spiel. Der nächste Drive der Lions wurde jedoch die passende Antwort. Enders, wieder ganz cool, führte die Braunschweiger zur neuerlichen Führung mit zehn Punkten. „Damit haben sie das Spiel nach Hause geholt. Ein ganz starker Drive“, befand Hofbauer. Nach einer neuerlichen klasse Abwehrleistung beendete der starke McCants mit Läufen das Spiel, als die Braunschweiger den Ball rund fünf Minuten lang gemächlich über den Platz bewegten.




Punkte

1. Quarter: 7:0 Interception von Tissi Robinson und Return über 72 Yards. Point after Touchdown (PAT) Tobias Goebel.
14:0 Der erste Touchdown-Pass von Enders. Niklas Römer fängt den 20-Yard-Pass. PAT Goebel.
2. Viertel: 21:0 Runningback David McCants legt sich den Ball mit einem Lauf über 50 Yards erst zurecht und vollendet im nächsten Versuch aus 14 Yards.PAT Goebel.
21:7 Paco Varol profitiert von einem Fehler des Lions-Quarterbacks und trägt die Interception in die Endzone.
24:7 Lions-Kicker Tobias Goebel trifft aus 45 Yards zwischen die Torstangen.
3. Viertel: 24:14 Kiel kommt etwas in Fahrt, Quarterback Blake Bolles passt auf Tyler Davis, der in die Endzone kommt.
31:14 McCants ackert weiter, erläuft aus vier Yards den nächsten Touchdown. Kiels Abwehr kann nur zuschauen. PAT Goebel.
31:21 Die Kieler geben nicht auf und haben auch etwas Glück. Andreas Hofbauer erläuft aus vier Yards die Punkte.
4. Viertel
31:28 Dicker Patzer von Enders. Kiels Ryan Newell idst der Profiteur und erzielt aus 20 Yards den Interception-Return-Touchdown.
38:28 Enders macht seinen Fehler mit einer souveränen Leistung auf dem Weg zum finalen 19-Yard-Touchdownpass auf Römer wieder wett. PAT Goebel.
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