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Lions siegten in einer wahren Football-Schlacht gegen Dresden

Ein gnadenloses Duell: Hier stoppt Christian Pedersen seinen Gegenspieler wirkungsvoll. Herden

Der 42:30-Sieg verlangte den Gastgebern alles ab – Kleinigkeiten machten den Unterschied.

Von Daniel Beutler, 28.06.2014.

Braunschweig. Die Dresden Monarchs haben den New Yorker Lions gestern das Leben richtig schwer gemacht, auch wenn das Endergebnis von 42:30 anderes vermuten lässt. Die 5083 Zuschauer im Eintracht-Stadion sahen ein intensives Spiel, in dem die Gäste nie aufgaben und die Lions stets forderten.

Nach den unerwartet leichten nordischen Häppchen aus Kiel, in den Wochen zuvor, hatten die Lions gestern ordentlich was zu tun. Vier Viertel lang lieferten sie sich mit den Gästen aus Dresden einen richtig harten Kampf. Die Erkenntnis des Spiels: Auch wenn die Braunschweiger gefordert sind, sind sie da. Konzentriert, zielstrebig und mutig agierten die Lions über die volle Spielzeit. Das traf auch auf die Monarchs zu. Was letztlich den Unterschied ausmachte, waren die Kleinigkeiten. Hier der riskante Pass, der ankam, dort die Abwehr, deren Mut mit einem Quarterback-Sack belohnt wurde. Das summierte sich am Ende zu einem Ergebnis auf, dessen Punktedifferenz zu hoch ausfiel, um das Spiel angemessen zu repräsentieren.
Einer dieser spielentscheidenden Momente: Mit Dauerdruck eroberten die Lions rund zwei Minuten vor der Pause den Ball zurück, legen in den folgenden 114 Sekunden 60 Yards mit einem Passfeuerwerk zurück, und Christian Bollmann fing einen schweren Pass in den Rücken zum 28:14-Halbzeitstand.
Gleich nach Wiederanpfiff legten die Braunschweiger nach und nutzten ihr Angriffsrecht prompt, um auf 34:14 weg zu ziehen.
Zeit für Entspannung bedeutete das aber nicht. Dresden steckte nicht auf, spielte unbeirrt weiter und wurde belohnt. Ein Fieldgoal und ein seltener Fehler von Lions-Quarterback Casey Therriault und plötzlich waren die Dresdner wieder auf 24:35 rangekommen.
In dieser Football-Schlacht gab es keine Zeit, sich in die Komfortzone zu begeben. Selbst, als die Lions schnell wieder nachlegten und 42:24 führten. Vollgas bis zum Ende auf beiden Seiten. Das tat weh, war spektakulär und richtig spannend. Ein Spiel, dass dem grandiosen German-Bowl-Finale zwischen den beiden Teams aus dem Vorjahr gerecht wurde. Zwar ging es am Ende nicht so knapp aus, wie beim 35:34-Sieg der Lions im Jahr 2013, was vor allem an der noch stärkeren Lions-Abwehr lag, die die extrem starke Dresdner Offensivabteilung immer wieder entscheidend ausbremsen konnte.
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