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Lions noch mit viel Sand im Getriebe

Footballer fliegen nach 24:26-Niederlage gegen die Triangle Razorback aus dem Europapokal.

Von Daniel Beutler, 29.04.2012

Braunschweig. Die New Yorker Lions haben ihr zweites Spiel im Europapokal gestern Abend gegen die Triangle Razorbacks mit 24:26 verloren. Die 4092 Zuschauer im Eintracht-Stadion erlebten dabei eine Flut an Strafen, Unkonzentriertheiten und haarsträubenden Fehlern auf Seiten der Hausherrren.

Lions-Cheftrainer Phil Hickey hatte der Partie zwar im Vorfeld den Stempel eines Testspiels aufgedrückt, aber es wurde eine Auflistung an Problemen, die es bis zum Start der Bundesliga am 12. Mai zu beheben gilt.
Mehr als nur holprig starteten die Lions in das Spiel. Einige Strafen und eine ersatzgeschwächte Offensive Line mit großen Defiziten ließen im Angriff wenig zu Stande kommen. Sinnbildlich: Der insgesamt sechste Pass von Lions-Spielmacher Michael Herrick wurde von den Dänen abgefangen, weil Receiver und Quarterback sich nicht über den Laufweg einig waren. Diese Chance nutzten die Gäste und arbeiteten sich gegen die Lions-Verteidigung übers Feld. Sekunden vor Ende des ersten Viertels vollendeten sie den Drive per Fieldgoal aus 32 Yard zur 3:0-Führung. Ein grausiger Start.
Im zweiten Viertel fanden Herrick und seine Receiver besser zueinander. Unnötige Fehler unterliefen den Braunschweigern zwar weiterhin zu oft, aber dennoch gelang es Passempfänger Christian Bollmann, nach einem schönen Pass von Herrick, die 7:3-Führung zu erzielen. Knapp eine Minute vor der Halbzeitpause war es erneut Bollmann, der einen weiteren Pass des US-Quarterbacks zum 14:3 verwertete.
Die Verhältnisse schienen geklärt, aber dank der Fehler der Lions wurde es spannend. Mit der ersten Angriffsserie nach Wiederanpfiff verkürzten die Razorbacks per Touchdown und 2-Point-Conversion auf 11:14. Zu allem Überfluss musste Lions-Linebacker Niklas Hentschel mit Verdacht auf Handbruch ins Krankenhaus gebracht werden. Es wurde aber noch schlimmer. Eine Verkettung von haarsträubenden Fehlern des Lions-Angriffs brachte die Gäste unmittelbar vor der Braunschweiger Endzone in Ballbesitz. Das 18:14 für die Razorbacks eine reine Formsache.
Es folgte ein offenes Spiel. Im direkten Gegenzug kamen die Lions zurück: Jacob Schridde kämpfte sich nach einem Herrick-Pass die verbleibenden zehn Yards sehenswert zur 21:18-Führung. Die Dänen antworteten nach einer erneuten Interception, gingen elf Minuten vor Schluss mit 26:21 in Front. Kicker Tobias Goebel verkürzte durch ein 33-Yard-Fiedgoal auf 24:26. Danach stoppten die Braunschweiger den Angriff der Gäste und mussten in den verbleibenden zwei Minuten punkten. Aber eine Strafe und zwei Sacks später waren alle Hoffnungen begraben.
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