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Lions mühen sich zum Last-Minute-Sieg

Braunschweigs Footballer gewinnen knapp mit 38:36 gegen die Devils.

Von Daniel Beutler, 24.06.2012

Braunschweig. Mit Krampf und Kampf haben die New Yorker Lions gestern Abend vor 3749 Zuschauern mit 38:36 gegen die Hamburg Blue Devils gewonnen.

Wenige Sekunden vor Schluss avancierte Lions-Kicker Tobias Goebel zum Matchwinner. Aus 46 Yards verwandelte er den Fieldgoal-Versuch zum knappen Sieg der Braunschweiger. Zuvor gab es aus Braunschweiger Sicht ein Auf und Ab.
Zuerst ging es ganz steil runter. Die erste Hälfte verlief für die Lions katastrophal. Die Abwehr der Lions, der „D-Zaun“, abgeleitet vom englischen „Defense“, war ein Maschendrahtzaun statt Abwehrwall. Und das, obwohl den Devils ihre etatmäßigen Spielmacher verletzt fehlten. „Der Alptraum für einen Trainer“, sagte Gästecoach Max von Garnier, der zum Ende hin einen Spielmacher aufbieten musste, der unter der Woche nicht trainieren konnte. „Das Training lief alles per Telefon. Dafür war das echt super“, lobte von Garnier. Und entsprechend schlecht von den Lions. Zwischenzeitlich führten die Hanseaten sogar 21:7.
Das war aber auch nur möglich, weil der Lions-Angriff bis kurz nach der Pause katastrophal spielte. Ein langer Pass von Quarterback Michael Herrick auf Wide Receiver Jacob Schridde zur 7:0-Führung. Das war’s! „In der Kabine war einfach nur Ruhe“, berichtete Goebel von der Halbzeitpause.
Im dritten Spielabschnitt legten die Gäste nach. Dabei hatten sie es wieder viel zu einfach, die Führung auf das 21:7 auszubauen. Doch dann folgte das Hallo-wach-Erlebnis. William Ngaoudijo trug den folgenden Kick-off direkt in die Hamburger Endzone. Das 14:21. Von da an nahmen die Lions endlich den Kampf mit den Hamburgern an. Letztlich der Schlüssel zum Erfolg. „So ist das immer, wenn eine Mannschaft, die viel Druck hat, gegen eine spielt, die nichts zu verlieren hat“, erklärte sich Gästetrainer Max von Garnier die teilweise schlechte Leistung der Lions.
Aber es ging ja holprig, doch stetig bergauf für die Lions. Fast im Gleichschritt mit den Devils. Eine Minute vor Ende jedoch gingen die Gäste mit einem Punkt in Führung. Eine Minute, die an die besten Duelle der einstigen Spitzenmannschaften erinnerte. Die Luft war zum Schneiden und die Lions bewegten sich langsam in Reichweite des siegbringenden Fieldgoals, das Goebel unter dem Jubel der Fans verwandelte.
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