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Lions in der Favoritenrolle

Jagdszenen von Lions-Verteidiger Sorie Bayoh sind, ähnlich wie hier gegen die Argonauten aus Frankreich, im Heimspiel gegen die Hamburg Huskies zu erwarten. Foto: Ammerpohl

Football: Heimspiel Samstag gegen die Hamburg Huskies ist Auftakt für drei wichtige Partien.

Von Daniel Beutler, 17.05.2016.

Braunschweig. Nach der spielfreien Woche nimmt die Football-Saison der New Yorker Lions jetzt wieder Fahrt auf. Am Samstag kommen die Hamburg Huskies in die Löwenstadt (18 Uhr, Eintracht-Stadion). Es ist am zweiten Bundesliga-Spieltag bereits das Rückspiel gegen die Hanseaten. Das Hinspiel gewannen die Lions vor drei Wochen klar und deutlich mit 44:3.

Damit sind auch die Rollen für diese Partie klar verteilt. Die Braunschweiger sind haushoher Favorit, und wenn es für einen Sieg der Lions eine Gefahrenquelle gibt, liegt die genau hier. Ganz talentfrei sind die Huskies nicht, nehmen die Hausherren das Rückspiel auf die leichte Schulter, dann könnte es kribbelig werden.
Nur das wird Cheftrainer Troy Tomlin zu verhindern wissen. Nicht zuletzt, weil das Duell mit den Huskies das Vorspiel für drei ganz wichtige Partien bildet. Ab nächster Woche geht es für den Deutschen Meister Schlag auf Schlag weiter. Da muss alles passen.
Vor dem Liga-Spiel gegen Hamburg steht am Samstag zunächst eine Ehrung an: Mit Matt Riazzi nehmen die New Yorker Lions eines der Vereinsidole in die eigene Ehrenhalle auf. Der ehemalige Runningback hält immer noch einige Rekorde, darunter den für die meisten Raumgewinne durch Läufe (9246 Yards).
Wenn im Anschluss die Huskies im Eintracht-Stadion einlaufen, haben sie wenig zu verlieren. Nach der 3:44-Schlappe im Hinspiel sind die Norddeutschen auf Wiedergutmachung aus. Dafür muss aber ihre Abwehr stabiler auftreten.
Seit dem Duell mit den Braunschweigern haben sie ihre zwei Folgepartien verloren. Auf europäischer Ebene setzte es eine 19:65-Pleite gegen die Amsterdam Crusaders. Das Liga-Heimspiel gegen die Berlin Adler ging 14:17 verloren. Dabei gab der neue Huskies-Spielmacher Jerry Lovelocke sein Debüt. „Jerry kann aber so ein Spiel nicht alleine gewinnen, schon gar nicht nach nur zwei Trainingseinheiten“, erklärte Offensive Coordinator Andreas Nommensen auf der Huskies-Homepage. „Aber er hat schon gezeigt, dass wir an ihm noch eine Menge Spaß haben werden. Er hat direkt das Kommando übernommen.“ Ob das auch für das Gastspiel bei den Lions gilt, bleibt abzuwarten. Die Braunschweiger Abwehr präsentierte sich bisher furchteinflößend.
Wichtiger wird das Spiel gegen die Huskies im Gesamtbild, das die kommenden Partien zeichnen. Nächste Woche geht es für die Lions nach Hildesheim zum ersten echten Derby seit über 20 Jahren. Die Aufsteiger von den Invaders werden sich gewiss kräftig wehren. Ob sie das Prestigeduell mit den Lions offen gestalten können, bleibt aber abzuwarten. Erst am Wochenende bestreiten die Hildesheimer ihr erstes Punktspiel des Jahres bei den Düsseldorf Panthern.
Nach dem Nachbarschaftsduell wird es dann aber richtig wichtig für die Lions. Erst kommen am ersten Juni-Wochenende die Dresden Monarchs nach Braunschweig, um dem amtierenden Deutschen und Staffelmeister den Rang streitig zu machen. Nur sieben Tage später steht das Endspiel im Big6-Turnier an. Wo der 30. Eurobowl, in dem die Lions auf die Swarco Raiders Tirol treffen, ausgetragen wird, ist nach wie vor offen. Eine Entscheidung, die von Verband, den Lions und Raiders einvernehmlich getroffen wird, wurde für gestern Abend oder Mittwoch erwartet.
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