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Lions holten sich Selbstvertrauen

Footballer gewannen 31:30 bei den Rebels und erkämpften sich den Sieg mit Freude am Spiel.

Von Daniel Beutler, 12.09.2012

Braunschweig. Balsam für die leidgeprüfte Lions-Seele gab es am Sonntag beim 31:30-Sieg der Braunschweiger Bundesliga-Footballer über die Berlin Rebels. In dem Duell zweier Mannschaften, für die es um nichts mehr geht, zeigten die Lions viel von dem, was sie die Saison über vermissen ließen.

Ganz ohne den Druck, der in der Stadt des Deutschen Rekordmeisters im American Football immer entsprechend hoch ist, sah Lions-Cheftrainer Phil Hickey bei einigen Spielern endlich den unbeschwerten Spaß am Football. „Eigentlich ist es immer schwer, sich für Spiele, die für die Tabelle bedeutungslos sind, zu motivieren. Aber bei uns war Feuer drin, wir wollten gewinnen“, beschreibt der Headcoach die Stimmung in der Mannschaft.
Und die trat sehr zur Freude des Trainers geschlossen auf. „Das war ein Teamsieg“, lobte Hickey. So konnten die Braunschweiger auch die unnötigen Fehler wieder auswetzen, die in vielen Spielen zuvor sonst zu einer Niederlage führten. Statt zu verkrampfen, kämpften die Lions diesmal. Ein Indiz für die Lockerheit: Wenn die Braunschweiger in die Red Zone kamen, also bis 20 Yards vor die Rebels-Endzone, dann nahmen sie von jedem ihrer Besuche dort die sieben Punkte für einen Touchdown plus Extrapunkt mit. Im Saisonschnitt erzielten sie nur aus der Hälfte ihrer 41 Red-Zone-Chancen einen Touchdown. „Die Jungs haben sich wirklich zusammengerissen“, befand Hickey dann auch.
Und er hat auch Extralob für die Abwehr. „Das war die beste Saisonleistung. Sicher haben wir 30 Punkte kassiert, aber zwei Rebel-Touchdowns waren unnötige Geschenke durch eine Interception und einen geblockten Punt“, sagte Hickey und ist stolz auf seine ersatzgeschwächte Truppe, dass sie trotz dieser Fehler das Spiel sogar drehte.
Damit haben die Lions ihre Zielsetzung für die letzten beiden Saisonspiele zur Hälfte erfüllt. Mit einem Sieg im Rückspiel am Sonntag, könnten sie das vollumfänglich schaffen. Dafür werden Hickey und seinen Kollegen an der Seitenlinie aber wohl wieder nur etwas über 30 Spieler zu Verfügung stehen. „Die Saison war lang und wir sind halt keine Profis“, kennt Hickey die Gründe für die vielen Ausfälle.
„Wir werden aber kämpfen und wollen gewinnen. Wir spielen für unsere Fans und werden ihnen einen Grund geben, ins Stadion zu kommen“, verspricht der Cheftrainer einen leidenschaftlichen Auftritt im letzten Saisonspiel.
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