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Lions greifen nach dem nächsten Titel

In seinem zweiten Jahr als Lions-Quarterback ist Casey Therriault auf dem Weg zur zweiten Meisterschaft. Der Angriff ist unter seiner Regie enorm effektiv – eine Eigenschaft, die jetzt im Finale gegen die Schwäbisch Hall Unicorns mehr denn je gefordert sein wird. Foto: T.A.

Football: Am Sonnabend treffen die Braunschweiger im German Bowl auf Schwäbisch Hall.

Von Daniel Beutler, 07.10.2014.

Braunschweig. Die New Yorker Lions wollen in ihrem 14. German Bowl die neunte Deutsche Meisterschaft holen. Am Sonnabend ab 18 Uhr kämpfen sie im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark mit den Schwäbisch Hall Unicorns um den Titel.

Unterstützt werden die Lions dabei von vermutlich mehreren Tausend Fans. Die Tickets für die zwölf Busse, die der Meister der Nordstaffel für die Fans organisierte, waren in rund einer Stunde ausverkauft. „Die Unterstützung der Fans ist unglaublich. Das freut und motiviert uns“, sagte Lions-Cheftrainer Troy Tomlin am Dienstag.
Das 36. Finale um die Deutsche Meisterschaft verspricht, ein Offensivspektakel zu werden. Die Lions kommen auf 47,7 Punkte pro Spiel in dieser Saison, die Unicorns auf 46 im Schnitt. Und der Meister der Südstaffel weiß, wie man einen Schlagabtausch im Endspiel gewinnt. Bei ihren beiden Titelgewinnen schlugen sie 2011 und 2012 jeweils die Kiel Baltic Hurricanes erst mit 48:44 und im Jahr darauf mit 56:53. Wie in diesen Endspielen ließen die Unicorns auch in der Saison viele Punkte zu – immerhin bald dreimal so viel wie die Lions. „Sie ist die Beste in Deutschland, wenn nicht sogar in ganz Europa“, hat Halls Angriffscoach Jordan Neuman größten Respekt vor der Braunschweiger Abwehr.
„Es geht darum, wer besser blockt und tackelt. Das ist das Wichtigste. Wer seine Spielzüge besser ausführt, wird gewinnen“, ist Tomlin überzeugt. Wichtig für die Braunschweiger Abwehr wird es sein, Druck auf Halls Quarterback Marco Ehrenfried aufzubauen. Der Deutsche Nationalspieler ist einer von 13 Europameistern, die in Berlin auf dem Feld stehen werden, sieben davon laufen für die Braunschweiger auf.
Zwei Duelle lieferten sich die Lions und Unicorns bisher. Das Erste, im Viertelfinale 2002, gewannen die Lions mit 54:3. Das Zweite, im Halbfinale drei Jahre später, entschieden die Braunschweiger mit 33:8 für sich.
Während bei den Lions alle Spieler aus dem Halbfinale fit sind, ist die Situation bei Schwäbisch Hall etwas angespannter. Zwei Spieler der Defense-Line gehen angeschlagen in das Spiel am Sonnabend, weshalb die Haller am Sonntag den US-Amerikaner Dominique Forrest nach Deutschland holten. Dessen Spielpass haben die Grün-Weißen schon länger in der Schublade, zogen die Option bisher aber nicht. „Wenn sie ausfallen würde, dann wäre unsere Defense zweifellos stark geschwächt“, sagte Halls Headcoach Siegfried Gehrke mit Blick auf seine erste Abwehrlinie.
Und die Abwehr kann im Endspiel das Zünglein an der Waage sein, denn offensiv sind beide Mannschaften unglaublich stark und effektiv.
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