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Lions gewinnen hochspannendes Duell mit Kiel

Lions-Quarterback Grant Enders zeigte ein starkes Spiel, ehe er im dritten Viertel verletzt ausschied und, vermutlich mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung, in Krankenhaus gebracht wurde. (Foto: Thomas Ammerpohl)

In einem richtig guten Football-Spiel haben die New Yorker Lions am Samstag die Kiel Baltic Hurricanes mit 24:21 besiegt. Mit auslaufender Uhr verwandelte Kicker Tobias Goebel das entscheidende Field-Goal aus 26 Yards, um das emotional aufgeladene Spitzenspiel zu entscheiden. Sorgen bereitet derweil die Verletzung von Quarterback Grant Enders, der Mitte des dritten Viertels ins Krankenhaus gebracht wurde.

Von Daniel Beutler

Braunschweig. Spannender hätte das Rückspiel der Lions gegen die Kiel Baltic Hurricanes nicht sein können. Nach dem 10:10-Unentschieden im Hinspiel begegneten sich beide Mannschaften auch im Rückspiel auf Augenhöhe. Auf beiden Seiten dominierte die Abwehr vor 3181 Zuschauern im Eintracht-Stadion das Geschehen.

Die Braunschweiger Gastgeber um Quarterback Grant Enders hatten lange Zeit genauso Probleme den Ball zu bewegen wie die Gäste aus dem hohen Norden. „Es war das erwartet harte Spiel“, brachte es Lions-Cheftrainer nach der Partie auf den Punkt. Bis zur Halbzeitpause egalisieren sich die Mannschaften förmlich, gingen mit einem 7:7-Unentschieden in die Pause, wobei die Lions fast die Chance auf die Führung bekamen. Nach einem langen Pass fing Jan Hilgenfeldt den Ball tief in der Kieler Endzone aber verlor den Ball, Kiel sicherte ihn. Eine höchst umstrittene Entscheidung, das Publikum war hörbar nicht der Meinung der Unparteiischen, dass ihm der Ball entrissen wurde, bevor Hilgenfeldt auf dem Boden war. In der Folge aber waren die Zuschauer da, waren nicht nur zwölfter Mann sondern zeitweise der 13, so laut und emotional feuerten sie ihre Lions an. In der zweiten Hälfte legten die Hurricanes vor, gingen 14:7 in Führung und bei den Hausherren und besonders auf der Tribüne machte sich eine sorgenvolle Stimmung bereit. Quarterback Grant Enders wurde an der Seitenlinie behandelt. Noch ist unklar warum der US-Amerikaner schlussendlich mit einem Krankenwagen aus dem Stadion gebracht wurde, aber erste Vermutungen lauteten auf Gehirnerschütterung, nachdem er einen schweren Hit einstecken musste. Evan Landi übernahm den Job des Spielmachers und setzte gleich ein Ausrufezeichen. Er gab mit Pässen seinen Playmakern die Chance und Christian Bollmann nutze sie. Einen 24-Yard-Pass fing Braunschweigs Nummer 85 in der Kieler Endzone: Ausgleich. In der Folge legten die Kieler erneut nach, doch wieder fanden die Lions die passende Antwort. Ein grandioser Lauf von Chris Smith über mehr als 40 Yards brachte den amtierenden Deutschen Meister bis an die Zwei-Yard-Line der Canes. Von dort vollendete David McCants zum neuerlichen Ausgleich. „Es ist natürlich bitter, wenn man zwei mal geführt hat. Aber die Braunschweiger sind eine großartige Mannschaft und sind den Erwartungen die wir im Vorfeld an sie hatten gerecht geworden“, lobte Canes-Cheftrainer Marcus Herford. Angeführt von einer großartigen Abwehr, die die Kieler tief in der eigenen Hälfte einschnürte, brachte Landi seine Mannschaft mit auslaufender Uhr in Field-Goal-Position. Aus 26 Yards verwandelte Kicker Tobias Goebel sicher zum Sieg.
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