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Lions gewinnen Eurobowl

Feierstimmung bei den Lions nach dem deutlichen Sieg. (Foto: Karsten Reißner)

Die New Yorker Lions haben ihren Titel im europäischen Big6-Turnier verteidigt. Gegen Frankfurt Universe gewannen die Braunschweiger den 31. Eurobowl deutlich mit 55:14 und setzten sich zum dritten Mal in Folge die Krone Football-Europas auf. Überragend dabei Quarterback Casey Therriault und die Lions-Abwehr.

Von Daniel Beutler

Braunschweig. Die erste Halbzeit hat es gedauert, dann stand der Sieger des Big6-Finales in Frankfurt so gut wie fest. Vor rund 7.700 Zuschauern führten die New Yorker Lions zur Halbzeit bereits mit 48:7. Mit fünf Touchdown-Pässen war Quarterback Casey Therriault offensiver Architekt dieser Machtdemonstration. Nach der Pause legte der zum wertvollsten Spieler des Finales gewählte Therriault noch einen nach. Die Lions-Abwehr tat ihr übriges und ließ nur sieben Punkte zu.


„Heute hat man den Aufwand gesehen, den es braucht ein erfolgreiches Footballprogramm aufzubauen. Glückwunsch an Coach Tomlin und sein Team, das war eine Lehrstunde. Ich bin trotzdem stolz auf mein Team, wir haben nie resigniert und werden hoffentlich unseren Lehren aus dieser Vorstellung ziehen“, bilanzierte Universe-Cheftrainer Markus Grahn. Sein Team brachte offensiv wenig zustande. Immer wieder war die Lions-Abwehr in den entscheidenden Momenten da. Gleich im Auftakt-Drive forcierte sie eine Fumble. Linebacker Roni Salonen schlug Universe-Runningback Silas Nacita den Ball zwölf Yards vor der eigenen Endzone aus den Händen. „Unsere Jungs waren gut vorbereitet und heiß. Wir hatten einen sehr guten Tag. Ich denke, dass Frankfurt stärker zurückkommt. Natürlich bin ich glücklich Champion zu sein“, sagte Lions-Cheftrainer Troy Tomlin. Dank dieser Vorbereitung stellte die Frankfurter Abwehr kein großes Hindernis dar. Dabei konnten sich die Lions auch auf ihre individuelle Klasse verlassen. Den ersten Touchdown-Pass warf Therriault 69 Yards von der Universe-Endzone entfernt, den zweiten rund 45 Yards vor der Endzone.

Zufrieden zeigte sich auch Robert Huber, AFVD-Präsident und einer von zwei Verantwortlichen des Big6-Turnieres: „Die Saison 2017 der Big6 war die bisher erfolgreichste in der Geschichte dieser Liga. Die Big6 mit dem EUROBOWL als Endspiel hat bewiesen, dass sie die wahre Nachfolgerin der NFL Europe und der vormaligen World League of American Football ist“, sagte Huber. Die Konkurrenzfähigkeit der Mannschaften steht aber auf einem anderen Blatt. Ohne die Teams aus Österreich, die wegen der von ihrer Liga abweichenden Regelung bezüglich dem Einsatz von außereuropäischen Spielern in diesem Jahr nicht dabei waren, gestaltete sich das Turnier einseitig. Drei deutsche Mannschaften gingen in die Vorrunde, dazu je eine niederländische, italienische und eine spanische Mannschaft – mit zumeist klaren Siegen der deutschen Teams. Einzig die Berlin Rebels verloren Ende April in bei den Milano Seamen (13:14). Und auch im Endspiel kam wenig Spannung auf.
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