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Lions gewinnen den Eurobowl

Lions-Spielmacher Casey Therriault bekam viel Druck von der Unicorns-Abwehr. (Foto: Thomas Ammerpohl)

Der 24:14-Sieg gegen die Schwäbisch Hall Unicorns war knapp, aber absolut verdient. Große Sorgenfalten trugen die Lions-Fans während des gesamten jedoch Spiels nicht. Wenn auch die Unicorns von den Braunschweigern mehr abverlangten als im vorangegangenen Duell.


Von Daniel Beutler


Braunschweig. Nach dem 47:9-Sieg gegen die Unicorns im German Bowl 2014 sind die NewYorker Lions vor 5068 Zuschauern als Favorit in die Partie gegangen. Eine Rolle, der sie in der ersten Hälfte nachkamen. In der zweiten Halbzeit war jedoch nur die Lions-Abwehr meisterlich. Der Angriff fand keine Lücken mehr.

Zunächst starteten die Mannschaften nervös in die Partie, machten einige unnötige Fehler. Aber anders als die Lions, die sich noch im ersten Viertel fingen und aufdrehten, legten die Unicorns diese Unsicherheit nie ganz ab. „Der Unterschied zum German Bowl war, dass wir weniger Fehler gemacht und besser gespielt haben. Aber es waren noch zu viele Fehler. Die erste Hälfte hat unser Angriff fast komplett verpennt“, analysierte Unicorns-Spielmacher Marco Ehrenfried.
Bis zur Halbzeitpause war es ein einseitiges Endspiel, in dem die Braunschweiger ganz klar den Ton angaben. Zwar hatte der Angriff zuweilen Probleme mit dem großen Druck, den die Haller Abwehr auf Quarterback Casey Therriault aufbaute. Aber der US-Amerikaner fand die Lücken. Das gelang Schwäbisch Hall nur einziges Mal, als Patrick Donahue einen 30-Yard-Pass seines Quarterbacks Ehrenfried mit einem Sprint über 40 Yards zu einem Touchdown veredelte. Das war überhaupt das Mittel der Wahl der Gäste in der ersten Hälfte. Immer wieder versuchte Ehrenfried einen Wide Receiver zu finden, der lange Meter macht. Nicht selten sind gleich vier Passempfänger auf einer sogenannten Go-Route unterwegs gewesen, laufen also eigentlich nur geradeaus. Aber die Lions-Abwehr war stets wachsam, wurde jedoch mehr gefordert als im vergangenen Aufeinandertreffen im German Bowl 2014. „Schwäbisch Hall ist immer gefährlich und sehr explosiv. Da hatten wir nie das Gefühl, dass wir das Spiel sicher haben. Auch 20 Sekunden vor Abpfiff noch nicht“, berichtete Lions-Cheftrainer Troy Tomlin.
Das machte sich besonders in der zweiten Hälfte deutlich. Mit dem Motto Challenge Accepted sind die Gäste nach der Niederlage im German Bowl in die aktuelle Saison gestartet. Und nach dem Spiel lässt sich sagen: Die Abwehr der Haller hat gezeigt, dass sie bereit für die Lions ist. Den Hausherren gelangen in der zweiten Hälfte keine Punkte. Immer wieder war die Abwehr der Unicorns mit ihrem aggressiven Spiel erfolgreich. „Die Lions mussten sich durchkämpfen, haben uns aber auch unsere Grenzen aufgezeigt. Wir sind in der Südgruppe der Liga unterfordert, da war das heute ein riesen Schnitt. Aber was mir gefallen hat, dass wir in der zweiten Hälfte keine Punkte zugelassen haben“, sagte Unicorns-Cheftrainer Siegfried Gehrke.
Anders der Angriff. Der Biss sich an der Lions-Abwehr die Zähne über die gesamte Spielzeit aus. Auch ein Wechsel von vornehmlich langen auf eher kurze Pässe brachte nicht den erhofften Erfolg. Die zwei Touchdowns waren zu Teilen glücklich in ihrer Entstehung. So sind die Braunschweiger absolut verdient als Sieger vom Platz gegangen und verabschieden sich jetzt erst mal in die Sommerpause. Da wird es aber einige Gespräche geben. „Wir haben Fehler gemacht, die mir nicht gefallen haben. Da werde ich ein paar Vier-Augen-Termine haben“, sagte Tomlin mit Blick auf die persönlichen Strafen.

Die Punkte:

1. Viertel: 3:0 Lions-Kicker Tom van Duijn erzielt per Field-Goal aus 34 Yard die ersten Punkte.
10:0 Lions-Spielmacher Casey Therriault findet Niklas Römer mit seinem 22-Yard-Pass. Und das im vierten und letzten Versuch. Extrapunkt (PAT) van Duijn.
10:7 Die Unicorns antworten. Marco Ehrenfried bedient den pfeilschnellen Patrick Donahue. PAT Rauch.
2. Viertel: 17:7 Die Lions kriegen aufgrund einer gesehenen aber zweifelhaften Passbehinderung Yards geschenkt, stehen plötzlich neun Meter vor der Endzone. Von dort erläuft Therriault das 17:7. PAT van Duijn.
24:7 Die Braunschweiger legen nach. Therriault passt den Ball über 19 Yard auf Evan Landi, der den artistisch fängt. PAT van Duijn.
3. Viertel: 24:14: Ein Hoffnungsschimmer für die Unicorns, der aber nicht lange strahlte. Mit einem zentimetergenauen Pass findet Ehrenfried erneut Donahue, der den Ball diesmal in der Endzone fängt. PAT Rauch.
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