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Lions: Fünf Freunde sollt ihr sein

Football: Mehr als eine Tonne kann die Offensive Line dieses Jahr in die Waagschale werfen.

Von Daniel Beutler, 22.02.2012

Braunschweig. Neun Spieler zählt die Offensive Line der New Yorker Lions, keiner unter 100 Kilo schwer. So wie es sein soll. Groß, schwer und kräftig müssen sie sein, um den Quarterback zu schützen und Laufwege frei zu blocken.

In der vergangenen Saison war die Truppe von der 1000-Kilo-Marke weit entfernt. Sieben Spieler zählte die Positionsgruppe, eigentlich zu wenig und auch für die kommende Saison wären mehr besser. Da sind sich Lions-Cheftrainer Phil Hickey und Offensive-Line-Spieler Gerrit Meister einig. „Aber immerhin sind wir mehr als in der vorherigen Saison“, stellt Meister fest. Und noch wichtiger: „Wir haben zusammengefunden, ich würde sagen, einen Zusammenhalt wie in der Offensive Line hat keine Positionsgruppe der Lions“, sagt Meister nicht ohne Stolz.
Fünf Freunde sollt ihr sein, lautet das Motto in Anlehnung an eine Binsenweisheit der Rundballtreter. Genau das macht einen großen Teil der Leistung und des Erfolgs der ersten Angriffslinie aus. „Ich bin mir sicher, dass wir dieses Jahr besser sein werden, als im vergangenen“, kündigt Meister denn auch an.
Daran hat auch Hickey keinen Zweifel. „Die Jungs arbeiten wirklich richtig hart und trainieren super. Folglich haben sie auch die größten Schritte in der Entwicklung gemacht“, berichtet der Cheftrainer. Sorgen mache er sich keine.
Neben Meister, Jan Lanser, Sören Wendland, Jan Apitz und Lars Lupprian tragen allerdings vier recht unerfahrene Spieler eine Trikotnummer zwischen 50 und 79, die für die Offensive Line reserviert sind. Steven Weiske, Florian Werner, und Andreas Asghar liefen vergangenes Jahr erstmalig für die Lions auf, Christian Matschulat steht vor seinem ersten Jahr beim Rekordmeister. „Das ist sicherlich ein Punkt“, weiß auch Meister, zerstreut aber Bedenken mit seinen Beobachtungen hinsichtlich deren Leidenschaft. „Die sind richtig heiß und bereit alles zu geben. Natürlich fehlt vielleicht etwas, aber keiner ist gleich perfekt“, sagt Meister.
Und dann hat man ja noch einen US-Quarterback, der durch seine individuelle Klasse die eine oder andere Schwäche ausgleichen kann. „Das ist auf jeden Fall ein psychologischer Vorteil für uns“, befindet Meister, der überzeugt ist, dass wenn alle gesund bleiben, man eine gute Saison spielen könne.
Und vielleicht stockt Hickey das Gesamtgewicht noch um ein paar Kilo auf. Einen US-Amerikaner brauche man zwar nicht, so der Headcoach, aber vielleicht finde er einen europäischen Spieler, der hilft, das Zünglein an der Waage etwas mehr zugunsten der Braunschweiger zu verschieben.
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