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Lions feiern zweiten Sieg im zweiten Spiel

Anthony Dable war von Rebels kaum zu stoppen. Der Lions-Wide-Receiver spielte richtig stark. (Foto: Karsten Reißner)

In der Football-Bundesliga geht die Erfolgsserie der NewYorker Lions ungebrochen weiter. In Berlin gewannen sie bei den Rebels mit 31:9.

Von Daniel Beutler

Braunschweig. Der saisonübergreifend 21. Sieg der New Yorker Lions in der Football-Bundesliga war eine Frage der Geduld. Lange hielten die Berlin Rebels das Spiel offen, mussten sich am Ende aber deutlich der individuellen Klasse geschlagen geben.

Mit vollem Risiko haben die Rebels versucht, dem amtierenden Deutschen Meister Paroli zu bieten. Ein Ansatz, der fast klappte, letztlich jedoch an der wieder richtig starken Lions-Abwehr scheiterte. Aber einer, der das Spiel lange Zeit offen hielt. Denn der Braunschweiger Angriff hatte zu Beginn Schwierigkeiten, gegen die aggressive Abwehr der Gastgeber die Lücken zu finden. Das klappte zunächst nur selten, aber in der ersten Hälfte oft genug, um verdient mit einer 10:6-Führung in die Pause zu gehen.
In den beiden Schlussvierteln wurde es dann deutlich. Der große Unterschied: Die Lions machten die Big-Plays, hatten die individuelle Klasse. Wie beim 24:9 durch Anthony Dable. Der Wide-Receiver setzte sich eine Minute vor dem vierten Viertel mit Kraft und Willen gegen vier Rebels-Verteidiger durch und sprintete langen Schrittes über das halbe Feld zur Vorentscheidung. Im Vergleich zur Vorwoche war bei den Braunschweigern ein Fortschritt im Angriff zu sehen. Das lief schon besser, aber es war nur ein kleiner Schritt.
Was den Lions-Trainern in dem umkämpften Spiel nicht gefallen haben dürfte, war die Anzahl der Strafen. Beide Mannschaften leisteten sich unnötige Raumverluste durch unerlaubte Aktionen. Besonders ärgerlich: Gleich in der erste Aktion trug Dable den Kick-off bis an die Berliner 15-Yard-Linie - eine Strafe wegen Blockens in den Rücken machte dies aber umgehend zunichte.
 
Diszipliniert dann, als Runningback David McCants im letzten Viertel den Sack zu machte. Über 70 Yards tanzte McCants durch die gesamte Rebels-Defense. Da ließen die Kräfte bei den Gastgebern sichtbar nach. Ein Tackle nach dem anderen verpassten die Berliner und am Ende stand die komfortable 31:9-Führung, die bis zum Abpfiff Bestand hatte. Das aber auch nur, weil Evan Landi den insgesamt solide aufspielenden Quarterback Grant Enders gegen Ende ersetzte, um Spielzeit zu sammeln. Der Allrounder Landi wirkte aber etwas verloren und so konnten die Braunschweiger die gute Ausgangsposition zu Beginn ihres letzten Drives nicht nutzen.

Punkte:
1. Viertel: 0:3 Lions-Kicker Tobias Goebel ist mit seinem Fieldgoal-Versuch erfolgreich.
2. Viertel: 6:3 Rebels-Spielmacher Darius Outlaw findet seinen Wide Receiver zur Führung, der Erhöhungskick (PAT) scheitert aber.
6:10 Die Antwort von Enders ist ein Pass auf Runningback Lukasz Omelanczuk, PAT Goebel.
3. Viertel: 6:17 Lions-Receiver Anthony Dable nimmt sich vor zu punkten und tut dies aus. Den Pass von Enders trägt Dable über das Feld in die Endzone. PAT Goebel.
9:17 Das letzte offensive Lebenszeichen der Rebels: Ein Fieldgoal aus rund 50 Yards.
9:24 Wieder die Enders-Dable-Connection. Die Vorentscheidung.
4. Viertel: 9:31 Ein fabulöser Lauf von Runningback David McCants durch buchstäblich die gesamte Rebels-Abwehr besorgt den Endstand.
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