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Lions erliegen der Leidenschaft der Adler

Die Abwehr der Lions schaffte es in der Hitze von Berlin nicht, den Angriff der Adler unter Kontrolle zu bringen und musste immer wieder schmerzliche Raumgewinne zulassen. Foto: Reißner

Football: Braunschweiger verlieren „Big6“-Finale mit 17:20.

Von Daniel Beutler, 19.07.2014.

Berlin. Im Glutofen der Hauptstadt haben die New Yorker Lions gestern im „Big6“-Finale gegen leidenschaftlich kämpfende Berlin Adler verdient mit 17:20 verloren.

In ihren schwarzen Trikots waren die Berlin Adler in der Mittagssonne schneller auf Betriebstemperatur. Gleich im ersten Drive marschierten sie über das Feld, die Abwehr der Lions hatte arge Probleme, und die frühe Adler-Führung für war absolut verdient.
Aber das kennen die Lions. Zumindest im „Big6“-Turnier. In ihren beiden Gruppenspielen punkteten jeweils die Gegner zuerst. Während die Lions-Anhänger aber in der Vorrunde immer recht lange warten mussten, kam die Antwort gestern umgehend. James Peterson fand mit einem 26-Yard-Pass seinen Receiver Anthony Dable zum Ausgleich. Aber Europa ist nicht die Bühne der Lions in diesem Jahr. So dynamisch traten die Lions nur noch selten auf. Zu selten. Gegen eine Berliner Mannschaft, die durchweg Vollgas gab, fehlte es den Lions an allen Ecken und Enden.
Ganz anders die Adler um Quarterback Darius Outlaw. Der Spielmacher kam hervorragend mit dem Druck der Lions-Abwehr zurecht und war, unter Mithilfe seiner Receiver und der taumelnden Braunschweiger Passabwehr, sehr oft in der Lage, mit seinen blitzschnellen Entscheidungen erfolgreich zu sein. Schwerstarbeit für die Lions über vier Viertel!
Die fast belohnt wurde. Die Lions lagen schon 10:20 hinten, kamen gerade auf 17:20 heran, da fing Safety Christian Petersen 1:30 Minuten vor Abpfiff im ersten Spielzug nach dem Lions-Touchdown einen Pass von Outlaw ab. Die Chance auf zumindest den Ausgleich!
Die leichtfertig vergeben wurde. Nicht einmal ein First-Down schafften die Lions um ihren Quarterback James Peterson, dem man die mangelnde Spielpraxis anmerkte. Zwar gab es einige gute Aktionen in Angriff und Abwehr, gegen die sich zerreißenden Adler war das aber zu wenig. „Die Adler waren sehr stark, und wir haben einfach nicht genug Plays gemacht“, sagte ein frustrierter Lions-Cheftrainer Troy Tomlin wortkarg.
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