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Lions behalten in einem sehr emotionalen Spiel die Nerven

Football: Die Braunschweig Lions besiegen die ungeschlagenen Kiel Baltic Hurricanes mit 16:14

Von Daniel Beutler

Braunschweig. Vor rund 5300 Zuschauern kam es im Stadion an der Hamburger Straße zum Duell zwischen den Kiel Baltic Hurricanes und den Braunschweig Lions, die mit 16:14 als Sieger aus der spannungsgeladen Partie gingen.

Es war ein Blitzstart für die Lions. Bereits nach einer Minute brachte die Verteidigung des amtierenden Deutsche Meisters den Kieler Quarterback Adrian Rainbow zu Fall und erzwang so einen Fumble. Den freien Ball trug Christian von Einem 22 Yards zur 7:0-Führung bis in die Endzone der Hurricanes zurück. Einen der wenigen schwachen Momente der Lions-Abwehr konnte dann Estrus Crayton zu einem kurzen Touchdownlauf nutzen und ausgleichen.
Doch das blieb für lange Zeit die einzige Blöße in der Verteidigung der Löwenstädter. Nach vier gespielten Minuten im zweiten Quarter konnten sie sogar weitere Punkte erzielen. Braunschweigs Quarterback Dennis Zimmermann, stark verbessert im Vergleich zum vorherigen Spiel gegen Berlin, warf nach einem Missverständnis den Ball direkt in die Arme eines Kieler Verteidigers. Der fing das Leder-Ei an der eigenen 1-Yard-Linie, von der aus der Hurricanes-Angriff startete, doch bereits im ersten Versuch des aktuellen Tabellenführers konnten die Lions einen Safety und zwei weitere Punkte erzielen. Bei einer 9:7-Führung blieben die Braunschweiger in Ballbesitz und arbeiteten sich mit einem ansehnlichen Passspiel über das Feld, bis schließlich Runningback Jabari Johnson den Ball die letzten zwei Yards in die Endzone trug und den 16:7-Halbzeitstand erzielte.
Nach der Pause fand Kiel besser ins Spiel und konnte schnell durch Crayton zum 16:14 verkürzen. Mit Beginn des vierten Quarters kassierten die Lions durch zwei Strafen nach einem Spielzug insgesamt 30 Yards und brachten Kiel so an die eigene 20-Yard-Linie. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Braunschweiger längst schon wieder die Marke von 100-Yards Raumverlust durch Strafen durchbrochen. Viele der Strafen waren jedoch mehr als nur fragwürdig. Kiel konnte aus diesen Geschenken aber keinen Vorteil ziehen. Besonders weil Hurricanes Kicker Sven Linn drei relativ leichte Fieldgoalversuche neben die Torstangen setzte. Ein Glück für die Lions, dass sie Steffen Dölger als Kicker haben, der sich auch auf das Werfen versteht. Sechs Minuten vor Schluss brachte er nach einem Punt-Fake einen Pass für einen Firstdown ans Ziel. Allerdings scheiterte Dölger danach mit einem 54-Yards-Fieldgoalversuch. So kam Kiel noch einmal in Ballbesitz und das stets spannende Spiel drohte zu kippen. Doch wie zu Beginn war die Lions-Verteidigung auf dem Posten und verhinderte, dass die Kieler ungeschlagen blieben.
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