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Lions: Aus Fragezeichen sollen am Sonntag Ausrufezeichen werden

Braunschweigs Bundesliga-Footballer empfangen die Dresden Monarchs zum Saisonauftakt.

Von Daniel Beutler, 20.04.2011.

Braunschweig. Am Sonntag geht‘s los. Die New Yorker Lions treffen im Eintracht Stadion ab 19 Uhr auf die Dresden Monarchs. Der Auftakt in die Football-Bundesliga, der gespickt ist mit vielen Fragezeichen.

Das größte Fragezeichen für die Braunschweiger Fans ist ihre Mannschaft. Wie wird sie auftreten und spielen? Für die Lions selber ist Dresden die große Unbekannte. Eigentlich bereiten sich Football-Trainer akribisch auf die Spiele vor, schauen sich stundenlang Videos der Spiele des Gegners an. Weil die Sachsen aber kein Interesse daran hatten, mit den Braunschweigern Filmmaterial zu tauschen, musste sich Lions-Headcoach mit Videos der Vorsaison begnügen.
Die Folge: „Ich weiß nicht, was wir zu erwarten haben“, sagt Seth Womack, vermutet aber mit Blick auf den Kader, dass Dresden auf Läufe setzten wird. Der Grund dafür ist Larry Croom, 29 Jahre alter Monarchs-Runningback. Croom stand bei fünf Mannschaften der Amerikanischen Profiliga NFL im erweiterten Kader, schaffte aber nur 2004 für 30 Spielzüge den Sprung in die erste Mannschaft.
Ein unbeschriebenes Blatt hingegen ist Dresdens Spielmacher Tyler Graunke. „Er war in Hawaii an einer renomierten Universität, aber hat dort kaum gespielt“, weiß Womack zu berichten. Was seinen Stil als Quarterback angeht, tappen die Braunschweiger also im Dunkeln. Sicher ist sich Womack allerdings, dass die Dresdner mit einer gute Laufverteidigung aufwarten werden. Zwei US-Amerikanische Linebacker hat Gary Spielbuehler, Cheftrainer der Monarchs, verpflichtet. „Wir werden natürlich versuchen, unser Laufspiel zu etablieren und dabei dürfen wir den US-Spielern nicht erlauben, ein Faktor zu werden“, sagt der Lions-Headcoach, der auf alle Spieler zurückgreifen kann.
Sorgen hat der Cheftrainer trotzdem. „Wir wissen nicht, wo wir stehen. Andere Teams hatten zwei, drei Testspiele. Das hätte ich mir auch gewünscht“, sagt Womack. Wegen der fehlenden Wettkampferfahrung hätte Womack gerne einen schwächeren Auftaktgegner gehabt. „Aber es ist, wie es ist“, meint der Cheftrainer und hofft, dass das intensive Training seine Mannschaft genügend vorbereitet hat, um im ersten Ligaspiel gleich ein dickes Ausrufezeichen zu setzten.
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