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Lieberknecht: „Wir haben eine weitere Chance, Geschichte zu schreiben“

Ein starker Rückhalt gegen Karlsruhe: Eintracht-Torhüter Jasmin Fejzic. Foto: Susanne Hübner

Fußball: Löwen reisen zu den Wölfen – Reichel: „Wir werden Vollgas geben“.

Von Elmar von Cramon, 23.05.2017.

Braunschweig. Größer könnte die Spannung nicht sein. Mit der Relegation zwischen Eintracht und dem VfL Wolfsburg erwartet die Löwenstadt ein spektakuläres Nachbarschaftsduell um den Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga. Zuerst treten die Löwen morgen um 20.30 Uhr bei den Wölfen an, am Montag kommt es zur gleichen Uhrzeit dann zum Rückspiel im Eintracht-Stadion.

„Wir haben eine weitere Chance, Geschichte zu schreiben und uns unseren Traum zu erfüllen. Wir werden versuchen, all unsere Mittel die wir haben auch einzusetzen“, kündigt Torsten Lieberknecht an, auch wenn er zugibt, dass er „gerne auf die ungeliebte Relegation verzichtet hätte“ und direkt aufgestiegen wäre. Dies war durch das Remis zwischen Hannover und Sandhausen aber unmöglich geworden. Selbst ein höherer Erfolg als das 2:1 gegen Karlsruhe hätte letztlich nichts gebracht, sodass die Löwen sich nun auf das Duell gegen den VfL konzentrieren, der im vergangenen Frühjahr noch in der Champions-League vertreten war. Deshalb spricht der Eintracht-Coach auch von einem „Kräftevergleich, der eigentlich im Bereich des Unmöglichen zu liegen scheint.“
Dabei setzen die Löwen auf einen normalen Ablauf. Während sich der VfL im niederländisch-deutschen Grenzort De Lutte auf das Match vorbereitet. „Es gibt genügend schöne ruhige Plätze in Braunschweig, deshalb haben wir uns für die Normalität entschieden“, so der 43-Jährige, der mit seiner Mannschaft einen Tag weniger Zeit zur Vorbereitung hat als der Gegner und deshalb vor allem regenerativ arbeiten will: „Wir haben heute einen reinen Regenerationstag eingestreut. Die Jungs werden von unseren Physios und der medizinischen Abteilung behandelt und sollen den Kopf freikriegen, bevor wir morgen um elf Uhr das erste Training starten und uns morgen Nachmittag auf den Gegner vorbereiten.“
Eine entscheidende Rolle kommt für den Coach der mentalen Stärke zu, die den Blau-Gelben zu einigen Last-Minute-Erfolgen verhalf: „Diese haben wir in vielen Spielen gezeigt. Das werden wir den Jungs noch mehr bewusstmachen und ihnen mitgeben.“ In personeller Hinsicht können die Löwen fast aus dem vollen schöpfen. Nur die Langzeitverletzten Marcel Correia, Adam Matuschyk und Phil Ofosu-Ayeh fallen aus.
Die von verschiedenen Medien aufgeworfene Spekulation, dass Volkswagen aufgrund der gleichzeitigen Sponsorentätigkeit bei beiden Klubs eine „Stallorder“ zugunsten des VfL ausgeben könnte, wird von Marc Arnold derweil entschieden dementiert: „Wir sind zwei eigenständige Fußballvereine, die über Volkswagen eine gewisse Verbindung besitzen. Allerdings sind wir so eigenständig und ehrgeizig, dass wir in keinster Weise Rücksicht nehmen würden.“
Auch die blau-gelben Akteure würden mit den Fans im 50. Jubiläumsjahr der deutschen Meisterschaft gerne eine Aufstiegsparty feiern. „Wir Spieler wollen unbedingt in der 1. Liga spielen“, erklärt Ken Reichel, der in der Bundesligaspielzeit mit Eintracht gegen den VfL zweimal unbesiegt blieb und deshalb mit der Atmosphäre in der dortigen Arena bereits vertraut ist. „Es ist immer schön, wenn man so was schon mal erlebt hat. Das jetzt sind aber zwei komplett andere Spiele, bei denen es um eine Menge geht. Wir freuen uns riesig auf das Spiel, die Unterstützung unserer Zuschauer und werden dort Vollgas geben“, verspricht der Mannschaftskapitän.
So könnten sie spielen: Fejzic - Reichel, Valsvik, Decarli, Sauer (Baffo) - Boland, Moll - Hernandez, Biada, Hochscheidt - Nyman (Kumbela).
Statistik zum KSC-Spiel
Mannschaft: Fejzic (1) - Reichel (3), Valsvik (3), Decarli (3), Sauer (4) - Boland (3) - Khelifi (4), Biada (2,5) - Abdullahi (4), Kumbela (2,5), Nyman (4,5).
Eingewechselt: 61. Hernandez (-) für Nyman; 65. Hochscheidt (-) für Sauer; 77. Tietz (-) für Abdullahi.
Tore: 1:0 (2.) Kumbela (Vorarbeit Biada); 1:1 (15.) Thoelke; 2:1 (34.) Biada (Khelifi).
Zuschauer: 22 000
Chancenverhältnis: 7:9
Eckballverhältnis: 7:13
Gelbe Karte: Sauer
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