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Lieberknecht: „Wir besitzen den unbedingten Siegeswillen“

Will seinen Kasten Sonnabend gegen Heidenheim sauber halten: Eintrachts Rafal Gikiewicz (l.). SH

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht erwartet am Sonnabend im Stadion den 1. FC Heidenheim.

Von Elmar von Cramon, 05.08.2014.

Braunschweig. Nach dem ansprechenden Auftakt beim 2:2 in Düsseldorf möchten Eintrachts Zweitliga-Fußballer auch bei der Heimspielpremiere eine gute Leistung abliefern: Gegen Aufsteiger 1. FC Heidenheim (Sonnabend, 15.30 Uhr) sollen zum ersten Mal drei Punkte auf der Habenseite stehen.

Diese wären bereits in Düsseldorf im Bereich des Möglichen gewesen, doch zu viel Passivität im ersten Durchgang verhinderte neben zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen den Auswärtssieg.
„Wir haben uns nach der Partie nicht als Lautsprecher betätigt, weil es für jeden sichtbar war, dass wir klar benachteiligt worden sind“, echauffiert sich Torsten Lieberknecht noch immer über insgesamt drei ausgebliebene Pfiffe von Schiedsrichter Deniz Aytekin. Die beiden elfmeterreifen Fouls an Havard Nielsen und Mushaga Bakenga und das ebenfalls nicht geahndete Foulspiel an Marcel Correia unmittelbar vor dem 2:1 waren für den Eintracht-Coach die Hindernisse zum Auswärtsdreier, den er ansonsten im Bereich des Möglichen gesehen hätte: „Wir haben uns den Ausgleich dann verdient erspielt und gerade zum Ende hin gezeigt, dass wir Willen und Power besitzen und immer noch eine Schippe drauflegen konnten.“
Zudem steckte die Mannschaft neben dem zweimaligen Rückstand auch den Ausfall von Jan Hochscheidt weg. Der Mittelfeldspieler trat bei einem Schussversuch in den Boden und zog sich einen Adduktorenabriss zu: „Extrem bitter für uns und den Jungen, bis zur Rückrunde rechne ich nicht mehr mit ihm“, bedauert Lieberknecht die erneute lange Pause für Hochscheidt, der bereits in der Vorsaison fast die ganze Hinrunde ausfiel. Den Düsseldorfer Pinto, der Hochscheidt in der betreffenden Situation bedrängte, sprach er jedoch von jeglicher Schuld an der Verletzung frei: „Es ist normal, dass der Gegner 20 Meter vor dem Tor einen Abschluss verhindern will.“
Neben dem „Geburtstagspunkt“ gab es für Lieberknecht aber auch positive Dinge. Insbesondere die Leistung der Neuzugänge, von denen Rafal Gikiewicz und Vegar Eggen Hedenstad in der Startelf standen und Hendrick Zuck sowie Mushaga Bakenga eingewechselt wurden: „Das erste Spiel für einen neuen Verein ist immer etwas Besonderes, speziell vor so einer großen Kulisse. Alle haben sich sehr gut präsentiert“, lobte der 41-Jährige.
Für das Spiel gegen Heidenheim sieht er seine Elf gut gerüstet: „Wir besitzen die Moral, die Physis und den unbedingten Siegeswillen und wissen, worauf es in der 2. Liga ankommt.“ Sein Team sieht er als Erstliga-Absteiger zwar in der Favoritenrolle, warnt aber auch davor, die noch aus Drittliga-Zeiten bekannten Heidenheimer zu unterschätzen: „Das ist eine brandgefährliche Mannschaft, die viel investiert, um zu Punkten zu kommen.“
Für die Partie stehen neben Hochscheidt auch Torsten Oehrl und Jan Washausen (Reha) nicht zur Verfügung, das Comeback von Saulo Decarli (Behandlung eines Nervs) wird sich ebenfalls verzögern. Kapitän Dennis Kruppke wird nach seiner Platzwunde am Hinterkopf hingegen zur Verfügung stehen, auch Matthias Henn wird zurückerwartet.
So könnten sie spielen: Gikiewicz - Reichel, Dogan, Correia, Hedenstad - Theuerkauf - Boland, Nielsen, Pfitzner, R. Korte (Zuck) - Kruppke (Bakenga).
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