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Lieberknecht will auch im Würzburger Hexenkessel siegen

Raffael Korte (links, hier gegen Stephan Fürstner von der SpVgg Greuther Fürth) belohnte seine bisher guten Saisonleistungen mit einem Traumtor gegen den TSV 1860 München. Gegen die Würzburger Kickers könnte der vergangene Saison nach Saarbrücken ausgeliehene Angreifer wieder in der Startformation der Löwen stehen. Foto: Susanne Hübner

Fußball: Das 2:1 in München beendet Eintrachts Negativserie – Heute (19 Uhr) im DFB-Pokal.

Von Elmar von Cramon, 29.10.2014.

Braunschweig. Vor dem heutigen Pokalspiel gegen Kickers Würzburg (19 Uhr) konnten Eintrachts Zweitliga-Fußballer über den ersten Auswärtssieg nach über einem Jahr jubeln. Das 2:1 (1:1) bei Schlusslicht 1860 München war der erste Erfolg auf fremdem Platz seit dem 5. Oktober 2013.

„Ich bin sehr glücklich, dass wir die sieglose Auswärtsserie heute beenden konnten, und stolz darauf, wie viel Leidenschaft wir gezeigt haben“, fiel auch Torsten Lieberknecht der berühmte Stein vom Herzen. Nach der frühen Eintracht-Führung durch Hendrick Zuck (13.) hatte 1860-Kapitän Christopher Schindler für den überraschenden Ausgleich gesorgt, bevor Raffael Korte mit einem sehenswerten Heber (49.) den Siegtreffer markieren konnte.

In der Folge rannten die Platzherren zwar an, doch das blau-gelbe Bollwerk hielt: „Wir haben über 90 Minuten versucht, diszipliniert zu spielen, gegen einen Gegner, der nicht nur engagiert war, sondern uns auch vor Probleme gestellt hat. Wichtig war aber, dass wir uns dagegen wehren und einfachen Fußball spielen und damit zum Erfolg kommen“, war der 41-Jährige nach dem Abpfiff zufrieden, dass seine Mannschaft die Maßgaben beherzigt hatte und den umjubelten „Dreier“ einfahren konnte.

In personeller Hinsicht hatte Lieberknecht in der Allianz-Arena mit einer Überraschung aufgewartet: Ken Reichel rückte für Saulo Decarli (Muskelfaserriss) nach innen, Vegar Hedenstad verteidigte links: „Ich habe mich dafür entschieden, weil beide im Spielrhythmus sind. Es ist keine Entscheidung gegen einen der etatmäßigen Innenverteidiger“, erläuterte Lieberknecht, warum weder Matthias Henn noch Deniz Dogan in der Zentrale aufliefen.

Nun steht für die Löwen eine Pokalaufgabe an, die trotz des Klassenunterschiedes wohl nicht einfach wird: „Uns erwartet ein Hexenkessel. Würzburg hat eine topfitte, zweikampf- und laufstarke Mannschaft, die jetzt schon Drittliga-Niveau hat.“ Zufällig verfolgte der Coach eine Fernsehsendung, in der Kickers-Stürmer Christopher Bieber den Braunschweigern riet „die großen Schienbeinschoner auszupacken“, um in Würzburg zu bestehen: „Das sagt alles. Wir wollen trotzdem weiterkommen.“
Neben den Verletzten Jan Hochscheidt, Saulo Decarli, Jan Washausen und Torsten Oehrl muss Lieberknecht auch auf Deniz Dogan verzichten, der nach seiner Roten Karte im letztjährigen Pokalmatch gegen Arminia Bielefeld noch ein letztes Mal aussetzen muss: „Wir haben in München viel Kraft gelassen. Deshalb spielt es in unseren Überlegungen eine Rolle, frische Leute zu bringen, die nicht die 90 Minuten vom Sonntag in den Knochen haben“, deutet der Trainer an, dass mit Rotationsbewegung in der Startaufstellung zu rechnen ist.

So könnten sie spielen : Gikiewicz – Hedenstad, Reichel, Correia, Kessel – Boland (Ryu), Theuerkauf, Pfitzner, R. Korte – Kruppke, Ademi (Bakenga).
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