Anzeige

Lieberknecht war hochzufrieden mit Berggreen

Lieferte ein starkes Startelfdebüt ab: Torschütze Emil Berggreen, beglückwünscht von Mirko Boland (l.) und Jan Hochscheidt (r.). SH

2. Fußball-Bundesliga: Der Eintracht-Trainer stellte dem dänische U21-Nationalspieler ein blendendes Zeugnis nach der Partie gegen Leipzig aus.

Von Elmar von Cramon, 27.02.2015.

Braunschweig. „Es hätte ein perfektes Startelfdebüt sein können“, gab Emil Berggreen zu Protokoll, „wenn wir das Spiel gegen Leipzig gewonnen hätten.“

Trotz des späten Ausgleichstreffers und der damit verbundenen Punkteteilung beim 1:1 gegen RB Leipzig hatte der 21-Jährige aber allen Grund, zufrieden zu sein. Sein Coach Torsten Lieberknecht stellte ihm jedenfalls ein blendendes Zeugnis aus und war „hochzufrieden“, wie der dänische U21-Nationalspieler die bundesligaerfahrenen Leipziger Innenverteidiger Tim Sebastian und Marvin Compper ein ums andere Mal beschäftigte. Besonders angetan war der Eintracht-Coach, dass Berggreens Willen und Kampfgeist den Funken auf seine Teamkollegen überspringen ließ: „Ich glaube, er hat die Jungs mitgerissen mit seiner Art, so dass sie gesehen haben, da ist einer, der vorne alles versucht.“
Auch die Löwen hatten alles versucht, scheiterten aber mehrmals im Abschluss. Auch der Neuzugang hatte hierfür keine richtige Erklärung: „Manchmal liegt es an der Konzentration, wir haben jedenfalls ein sehr gutes Spiel gemacht und hätten den Sieg verdient gehabt.“
Seine eigene Leistung brachte dem jungen Angreifer ein ums andere Mal Szenenapplaus der Eintracht-Fans ein, auch wenn sich Berggreen über die Zweikampfbeurteilung der deutschen Schiedsrichter wunderte: „Mir liegt das physische Spiel und der Körpereinsatz, allerdings hat der Schiedsrichter viel abgepfiffen. Es gab eine Menge Freistöße, daran muss ich mich erst gewöhnen“, machte Berggreen nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass ihm die „britische Art“ des Kickens durchaus zusagt.
Versinnbildlicht wurde die Vorliebe durch die Entstehung seines Premierentreffers, der ihm fast mit dem Halbzeitpfiff gelungen war. Marc Pfitzner hatte den Ball von der linken Strafraumseite aus diagonal an die Grundlinie gezogen, wo der Däne den verdutzten Leipziger Keeper Fabio Coltorti aus spitzem Winkel überwand.
Die Gefahrensituation hatte er zuvor selbst eingeleitet: Nach einem Zuspiel narrte er drei Leipziger mit einer Körpertäuschung, zog blitzschnell ab und traf die Latte, von wo aus die Kugel bei Pfitzner landete.
Trotz seines Fast-Traumeinstandes gab sich Berggreen rundum bescheiden: „Physisch muss ich im Vergleich zu meinen Teamkollegen noch aufholen, danach guten Fußball spielen und dem Team helfen.“
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.