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Lieberknecht muss umstellen

Muss personell erneut umstellen: Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht. Foto: Susanne Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht erwartet heute im Stadion 1860 München zum „Löwenduell“.

Von Elmar von Cramon, 10.04.2015.

Braunschweig. Das „Löwenduell“ zwischen Eintracht und 1860 München (heute 13 Uhr) hält einiges an Spannung bereit: Während die Gäste jeden Zähler im Kampf um den Klassenerhalt benötigen, können die Blau-Gelben im Erfolgsfall weiter darauf hoffen, dass der Sprung auf den Relegationsrang doch noch möglich wird. Da auf der Zielgeraden der Saison noch mehrere Konkurrenten gegeneinander antreten müssen, könnten einige der oberen Teams noch Federn lassen.

„Wir treffen auf eine Mannschaft, die sich auswärts leichter tut, als zu Hause“, erklärt Torsten Lieberknecht vor der Partie gegen die Münchner, denen er bescheinigt, in fremden Arenen „ihr Konterspiel besser durchdrücken zu können.“ Viermal war der deutsche Meister von 1966 zuletzt auswärts ohne Niederlage geblieben, hatte vor heimischem Publikum in 2015 aber nur einen Heimsieg einfahren können.
Ähnlich sieht die Bilanz der Blau-Gelben aus, die zuletzt zwei Auswärtserfolge feiern konnten, zu Hause aber seit Mitte Dezember nicht mehr gewonnen haben. Nach dem guten Auftritt beim 2:1-Sieg in Fürth fordert der Eintracht-Coach eine ähnliche Herangehensweise, anstatt Ungeduld: „Es war wichtig zu sehen, dass die Mannschaft geduldig und mit viel Ruhe Torchancen erspielt hat“, erklärt Torsten Lieberknecht und fügt hinzu, dass dies auch gegen 1860 „das beherrschende Thema sein wird.“
Das Hinspiel Ende Oktober hatten die Blau-Gelben mit 2:1 für sich entschieden und danach eine Siegesserie gestartet. Würden die Blau-Gelben bis zum Saisonende ähnlich auftrumpfen, könnte das laut Lieberknecht sogar den Relegationsrang bedeuten: „Das würde reichen, definitiv“, erklärt er im Hinblick auf die noch anstehenden Duelle der Aufstiegskonkurrenten untereinander.
Der ehemalige Gästecoach Ricardo Moniz hatte sein Team vor der Saison ebenfalls zum Kreis der Titelfavoriten gezählt, für Lieberknecht eine Warnung, sich nicht in den Teufelskreis überzogener Erwartungshaltungen zu begeben: „1860 ist dieses Jahr ein Paradebeispiel dafür, wie vorsichtig man sein muss mit großen Zielsetzungen und Träumen, die man hat. Die enden dann irgendwo damit, dass man brutalst im Abstiegskampf steckt.“
Personell muss Lieberknecht erneut umstellen: Norman Theuerkauf, der ein gelungenes Debüt als Innenverteidiger feierte, muss mit der fünften Gelben Karte pausieren, auch Deniz Dogan (Muskelfaserriss) fällt aus. Außerdem fehlen weiterhin Torsten Oehrl, Dennis Kruppke und Seung-Woo Ryu (alle Reha). Beim Südkoreaner, der mit einem Innenbandriss ausgefallen war, sieht Lieberknecht gute Chancen, in den letzten Saisonspielen wieder einsatzfähig zu sein: „Das war seine erste schwere Verletzung, da musste er erst mal mit fertig werden.“
So könnten sie spielen: Gikiewicz - Reichel, Correia, Decarli, Kessel (Sauer) - Boland, Hedenstad (Vrancic) - Hochscheidt (Zuck), Omladic - Nielsen, Berggreen.
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