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Lieberknecht: „Müssen alles abrufen“

Wollen sich am Sonnabend endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis verschaffen: Eintrachts Erstliga-Fußballer. Foto: Susanne Hübner

1. Fußball-Bundesliga: Eintracht erwartet am Sonnabend im letzten Spiel des Jahres die TSG Hoffenheim.

Von Elmar von Cramon, 18.12.2013.

Braunschweig. Im letzten Spiel des Kalenderjahres 2013 hat Fußball-Erstligist Eintracht Braunschweig am Sonnabend ab 15.30 Uhr im Stadion die TSG Hoffenheim zu Gast.

Nach der bitteren Niederlage in Augsburg wollen die Gastgeber alles daran setzen, ihren Fans im letzten Heimspiel ein Erfolgserlebnis zu bescheren, bevor sich die Mannschaft in die Winterpause verabschiedet. „Nach einem Spiel, das wir 1:4 verloren haben, darf ich als Trainer nichts beschönigen. Nach langer Zeit haben wir uns im Kollektiv Fehler erlaubt, die nicht passieren dürfen. Wir müssen aufpassen, die unglaubliche Unterstützung, die wir erfahren haben, nicht auf eine Geduldsprobe zu stellen“, erklärt Torsten Lieberknecht seine deutlichen Worte im Anschluss an die Partie gegen Augsburg.
Ein völliger Blackout seiner Mannschaft hatte den Gastgebern eine frühzeitige 3:0-Führung ermöglicht und den Eintracht-Coach nach dem Spiel fordern lassen, die Aufstiegsfreude endgültig beiseite zu legen: „Wir haben im Sommer eine Riesenleistung vollbracht, sind mittlerweile aber auf der nächsten Stufe angekommen. Wir müssen neue Ziele definieren und schauen, dass wir das Unmögliche möglich machen, anstatt andauernd nach hinten zu schauen. Die Partie in Augsburg war ein echter Rückschlag, das Gute ist aber, dass wir immer noch in Reichweite dabei sind.“ Der 40-Jährige fordert von seiner Mannschaft deshalb eine tadellose Leistung und hofft auf große Unterstützung der Fans: „Wir wollten in die 1. Liga und stehen dort in der Pflicht, Punkte zu holen. Nach dem für uns schönsten Jahr seit langem hoffe ich, dass Mannschaft und Fans zusammen das Letzte aus sich herausholen.“
Beim Gegner sieht er eine große Diskrepanz zwischen Offensiv- und Defensivleistung: „Im vorderen Bereich besitzen die Hoffenheimer eine enorme Qualität, hinten stehen sie immer wieder vor Problemen. Es gilt für uns, alles abzurufen und das Spiel positiv zu gestalten.“
Personell wird sich die Lage voraussichtlich leicht verbessern. Ken Reichel, Marco Caligiuri und Jan Hochscheidt fallen zwar weiterhin verletzt aus, Timo Perthel kehrt nach abgelaufener Gelb-Rot-Sperre jedoch zurück. Bei Ermin Bicakcic, dessen Nasenbeinbruch am Montag operiert wurde, steht einem Einsatz nichts im Weg, auch bei Deniz Dogan (Hüftprellung) könnte es reichen. Angeschlagen sind aus Augsburg aber Karim Bellarabi, Kevin Kratz, Mirko Boland und Torsten Oehrl zurückgekehrt, sodass deren Einsatz fraglich ist.
Unterdessen erhielt Torsten Lieberknecht unerfreuliche Nachricht vom DFB: Nachdem er im Heimspiel gegen Freiburg von Schiedsrichter Wolfgang Stark wegen Reklamierens auf die Tribüne verbannt worden war, verurteilte ihn der Verband wegen „unsportlichen Verhaltens“ zu einer Geldstrafe von 3000 Euro.
So könnten sie spielen: Davari - Perthel, Dogan (Correia), Bicakcic, Elabdellaoui - Boland, Theuerkauf, Kratz - Oehrl, Bellarabi (Kruppke) - Ademi (Kumbela).
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