Anzeige

Lieberknecht lobt Berggreen

Torjubel: (v.l.) Emil Berggreen, Adam Matuschyk, Maximilian Sauer, Gerrit Holtmann. Foto: Hübner

Fußball: Eintracht bestreitet in der Länderspielpause Partien in Gifhorn und Halberstadt.

Von Elmar von Cramon, 01.09.2015.

Braunschweig. Trotz der Länderspielpause steht für Eintrachts Zweitliga-Fußballer eine ereignisreiche Woche auf dem Programm. Nach dem sensationellen 6:0-Erfolg gegen den Karlsruher SC bestreiten die Löwen innerhalb von drei Tagen gleich zwei Freundschaftsspiele: Heute um 18.30 Uhr treten die Blau-Gelben beim MTV Gifhorn an, während am Freitag zur gleichen Uhrzeit Germania Halberstadt auf die Braunschweiger wartet.

„Wir haben zwei Freundschaftsspiele vor uns und wollen uns ordentlich präsentieren. Außerdem werden wir das eine oder andere an Leistungsdiagnostik durchführen“, so Torsten Lieberknecht.
Der Erfolg gegen die Badener war der höchste Heimsieg seit dem 6:0 gegen Carl Zeiss Jena am 27. November 2010 und ein deutlicher Beleg dafür, dass die zu Saisonbeginn fehlende Stabilität sich bei den Löwen auch vor heimischem Publikum endlich eingestellt hat: „Bei der einen oder anderen Geschichte hakt es natürlich noch, wenn man die letzten fünf Minuten sieht“, war der Eintracht-Trainer trotz des deutlichen Sieges gegen die fast schon bemitleidenswerten Karlsruher nicht vollständig zufrieden, schob aber postwendend nach, dass es sich „um Jammern auf hohem Niveau“ handle.
Garant für den hohen Erfolg war für den 42-Jährigen neben der effektiven Chancenverwertung aber auch die sichere Darbietung im hinteren Bereich: „Aus dem Spiel heraus lassen wir wenig zu, das ist ein erster Fortschritt“, freut sich der Eintracht-Coach, dass zum zweiten Mal hintereinander die „Null“ stand.
Vorne kämpften seine Schützlinge förmlich darum, sich in spielerischen Superlativen zu überbieten: Ein Fallrückziehertor von Marc Pfitzner, zwei Treffer von Defensivmann Ken Reichel und vor allem eine Top-Leistung von Emil Berggreen, der selbst zwei Tore erzielte und ein weiteres sehenswert vorbereitete: „Tore tun ihm gut, jetzt hat er gegen Bielefeld und Karlsruhe sogar noch zwei vorbereitet, das war schon große Klasse“, lobt Lieberknecht seinen Top-Stürmer, der aufgrund von Länderspielabstellungen und Kniebeschwerden fast die gesamte Vorbereitung verpasst hatte, sich jedoch eindrucksvoll steigerte.
Auch Marc Pfitzner bekam für sein Klassetor ein Sonderlob, allerdings überraschte der Ur-Braunschweiger seinen Coach damit nur bedingt: „Es war nicht verwunderlich, weil er im Training solche Dinge auch schon mal einstreut. Das war keine Eintagsfliege und passend zu diesem Sahnetag. Noch wichtiger war aber, dass er sofort im Spiel drin war und einen wichtigen Spieler wie Mirko Boland im Zentrum ersetzt hat.“
Auch über die blitzsaubere Leistung von Maximilian Sauer, der zwei Torvorlagen gab, freute sich Lieberknecht: „Er hat schon gegen Bielefeld eine gute Leistung gezeigt, deshalb war seine Nominierung gerechtfertigt. Der wird den Konkurrenzkampf anheizen. Es ist wichtig, dass die Mannschaft spürt, „da sind junge Leute, die anschieben und ihre Chance bekommen werden.“
Jene Spieler, die vergangenen Sonntag keinen Kaderplatz abbekamen, fordert er auf, sich zu zeigen. Mads Hvilsom und Nik Omladic hatten sich unter der Woche zu einer Teambesprechung verspätet und blieben deshalb unberücksichtigt. „Nik muss in unserem System außerdem noch viele Dinge umsetzen. Salim Khelifi hat seine Chance in der Vorbereitung auf der Außenbahn genutzt.“
Auch an Damir Vrancic, der sich trotz großer Konkurrenz im zentralen Mittelfeld nicht zu einem Wechsel entschied, richtet Lieberknecht einen Appell: „Ich werde ihn wegen seiner Verdienste nicht wegjagen, aber ich verlange von ihm, dass er sich einbringt und nicht sein eigenes Ding macht.“
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.