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Lieberknecht: „Jeder will gewinnen“

Kopfballstark: Eintrachts Louis Samson im Heimspiel gegen den VfL Bochum. Foto: SH

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht am Freitag (18.30 Uhr) bei Arminia Bielefeld gefordert.

Von Elmar von Cramon, 14.11.2017.

Braunschweig. Freitag treten Eintrachts Zweitliga-Fußballer bei Arminia Bielefeld an und wollen ab 18.30 Uhr den ersten Auswärtssieg der laufenden Spielzeit einfahren. Die Gastgeber, einen Rang vor den Braunschweigern platziert, stehen nach nur zwei Siegen in sieben Heimspielen in der Schüco-Arena unter Druck.

„Es war eine sehr professionelle Woche“, zeigt sich Torsten Lieberknecht mit der Gestaltung der punktspielfreien Zeit zufrieden. Den Test bei Goslar 08 hatten die Löwen am Freitag nach Toren von Julius Biada (2), Hendrick Zuck (2), Onel Hernandez, Suleiman Abdullahi und Jan Hochscheidt standesgemäß mit 7:0 für sich entschieden und ihren Coach mit einem „guten Auftritt ohne Arroganz“ überzeugen können.
Zu Wochenbeginn stand ein Laktattest zur Trainingssteuerung in der Winterpause auf dem Programm, bevor sich die Blau-Gelben voll und ganz der Vorbereitung auf das Auswärtsmatch bei Arminia Bielefeld widmen konnten. Dort hatten die Löwen im Vorjahr beim 0:6 den direkten Aufstieg verspielt, was für den 44-Jährigen aber längst abgehakt ist: „Wir mussten damals eine herbe Niederlage hinnehmen. Der Fokus liegt für uns aber auf der aktuellen Situation.“
Diese weist für die Löwen nur zwei Niederlagen aus, was außer ihnen nur Spitzenreiter Düsseldorf (ein verlorenes Spiel) und die Verfolger aus Kiel und Berlin (jeweils zwei Niederlagen) besser hinbekommen haben: „Es fühlt sich an, als müsstest du eigentlich woanders stehen, dazu haben wir aber nicht genügend Dreier eingefahren.“ Vor heimischem Publikum gelang dies auch den Gastgebern noch nicht, sodass für den Eintracht-Coach auf beiden Seiten ähnliche Voraussetzungen herrschen: „Jeder will natürlich gewinnen.“
Fahren die Braunschweiger auf der Alm wie zuletzt 2015 einen dreifachen Punktgewinn ein, steht ihnen aufgrund des Spielplans mit drei Heim- und einem Auswärtsspiel gegen Teams aus der Spitzengruppe das Treppchen nach oben in der Tabelle offen. Für Lieberknecht ist das allerdings noch Zukunftsmusik, außerdem verbiete es sich, die Gegner ausschließlich nach dem Tabellenstand zu beurteilen: „Es gibt in der ganzen Liga keine schlechte Mannschaft.“
In seinem Team werden am Freitag die Langzeitverletzten Domi Kumbela, Mirko Boland und Joe Baffo fehlen. Quirin Moll steht nach seiner Schultereckgelenkssprengung hingegen wieder im Übungsbetrieb, die angeschlagenen Özkan Yildirim und Eros Dacaj mussten kürzer treten.
Christoffer Nyman (Muskelfaserriss) droht weiterhin auszufallen: „Die MRT-Untersuchung ergab das Bild, dass er noch ein paar Tage brauchen wird.“ Doch auch abseits des grünen Rasens hatte der Schwede vorgestern Grund zum Jubeln. Seine Nationalmannschaftskollegen erreichten in den Playoffs zur WM-Qualifikation ein 0:0 gegen Italien und qualifizierten sich aufgrund des 1:0-Erfolgs im Hinspiel für die WM. „Das sind die Geschichten, für die wir den Fußball lieben“, freut sich Lieberknecht für seinen Schützling, der ohne seine Verletzung wohl im Kader gestanden hätte, obgleich er ein „komisches Gefühl“ aufgrund des Ausscheidens der Italiener hat. „Das ist für so ein Fußball-Land tragisch. Sie waren zum letzten Mal 1958 nicht dabei, mehr als zehn Jahre vor Eintrachts Meisterschaft“, so der Fußball-Lehrer.
So könnten sie spielen: Fejzic - Reichel, Valsvik, Breitkreuz, Becker (Sauer) - Samson, Schönfeld (Moll) - Hernandez, Yildirim, Khelifi - Abdullahi.
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