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Lieberknecht: „Jeder kann jeden schlagen“

Eintrachts Frederik Tingager (rechts) im Zweikampf. Foto: Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Lob für Teigl und Becker – Am Montag wartet der 1. FC Nürnberg.

Von Elmar von Cramon, 24.04.2018.

Braunschweig. Wie schon beim 1:1 gegen Dresden blieb den Löwen auch beim 0:0 gegen Bielefeld der ersehnte Heimsieg verwehrt. Trotzdem sorgte das Remis immerhin dafür, dass sich der Abstand zum Relegationsrang auf zwei Zähler vergrößerte. Dennoch sind die Löwen auch beim Auswärtsspiel gegen Aufstiegsanwärter Nürnberg am kommenden Montag unter Druck.

„Taktisch haben wir vieles richtig gemacht, leider hat uns Stefan Ortega den entscheidenden Treffer verwehrt“, erklärt Torsten Lieberknecht mit Blick auf die überragende Leistung des Bielefelder Torhüters. Allerdings hätte sich der Eintracht-Trainer „noch mehr Entschlossenheit“ von seiner Mannschaft gewünscht, um den so wichtigen „Dreier“ im Abstiegskampf zu landen: „Das ist der einzige Vorwurf, den wir uns machen müssen. So haben wir zwar die drittwenigsten Niederlagen, aber immer noch die meisten Unentschieden.“

In personeller Hinsicht zahlte sich vor allem die Hereinnahme von Georg Teigl in vorderster Front aus. „Er hat Geschwindigkeit und Aggressivität reingebracht und eine gute Leistung gezeigt“, war Lieberknecht mit dem Österreicher zufrieden. Auch der seit langem wieder berücksichtigte Robin Becker bot als Rechtsverteidiger eine ansprechende Partie. „Er hat mir gezeigt, dass er mit der Drucksituation umgehen kann“, zeigte sich der 44-Jährige erfreut, auch wenn sein Schützling kurz vor Schluss wegen Reklamierens nur knapp einem Platzverweis entkam.

Ihn selbst hatte der unsicher wirkende Referee bereits wenige Minuten zuvor wegen eines Tritts gegen eine Wasserflasche auf die Tribüne verbannt. „In Sachen Schiedsrichterentscheidungen geht es uns in den letzten Wochen ähnlich wie dem SC Freiburg“, ärgert sich Lieberknecht über den nicht gegebenen Strafstoß nach Foul gegen Philipp Hofmann sowie den unberechtigten Abseitspfiff gegen Jan Hochscheidt in aussichtsreicher Position.

Dem nun anstehenden Match gegen den Tabellenzweiten aus Nürnberg sieht er aufgrund der positiven Erkenntnisse durchaus optimistisch entgegen: „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen, auch wir waren beim 2:3 im Hinspiel nicht weit davon entfernt.“ Die erneut sattelfeste Löwen-Defensive macht Lieberknecht für die noch anstehenden drei Spiele zusätzlich Mut: „Wir haben die zweitbeste Abwehr, das ist ein ganz wichtiger Faktor. Außerdem ist bei unserer Mannschaft die Bereitschaft zu sehen, mit dieser nicht alltäglichen Situation bestmöglich umzugehen. Auch unsere Fans und das Umfeld haben die Situation verinnerlicht und unterstützen das Team.“

Fehlen werden nach jetzigem Stand erneut Christoffer Nyman (Adduktorenprobleme), Steve Breitkreuz (Knieprobleme) und Joseph Baffo, der sich zu erneuten Rehamaßnahmen in seine schwedische Heimat begeben hat. Offen ist, ob Salim Khelifi mitwirken kann, bei dem sich nach Bekanntgabe seines Abschieds im Sommer Wadenprobleme einstellten: „Wenn er wieder fit ist, wird er wie alle anderen Spieler berücksichtigt.“ Khelifis wahrscheinlichen Wechsel zum HSV nimmt er ansonsten sportlich: „Wir werden einen Ersatz für Salim finden.“
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